Blog: Allgemein


20.05.2024

Wasserfälle am Ölbach

Zurück im Schwarzwald habe ich am Abend des Pfingstmontags die Möglichkeit genutzt, wieder eine kleine Radtour zu unternehmen, um die eine oder andere Ecke meiner Wahlheimat zu erkunden, die ich noch nicht kannte – diesmal im Gebiet zwischen St. Märgen-Glashütte und der Bundesstraße. Auf einen unbekannten Wasserfall dieser Größenordnung zu stoßen, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. Mag sein, dass der Bach gerade etwas mehr Wasser führt als üblich, aber dass diese Stelle anscheinend bei Fotografen völlig unbekannt ist und auch nicht als "Highlight" in Komoot eingetragen ist, hat mich dann doch gewundert. Umso schöner, so einen Ort scheinbar als Erster zu entdecken. Ein Stativ hatte ich leider nicht dabei, aber immerhin ein Weitwinkelobjektiv mit passendem Polfilter für die Dokumentation dieser schönen Stelle.

Ölbach

Wasserfall am Ölbach


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27.04.2024

Frühnebel und Aprilwinterreste

Das war's jetzt also mit dem Spätwintereinbruch. Er hat sich ja ganz schön hartnäckig gehalten. Gestern ist der Schnee in Regen übergegangen, gefolgt von nächtlichem Aufklaren. Logische Folge: Nebel. Gab es auch nicht allzu oft in letzter Zeit. Und das auch noch in Kombination mit sehr ansehnlichem Licht bei Sonnenaufgang – und immer noch reichlich Schnee auf den Schwarzwaldhöhen, besonders auf dem Feldberg. Ob der mich eher gestört oder zum besonderen Bildeindruck beigetragen hat, da bin ich mir noch nicht ganz schlüssig.

Jedenfalls sieht es danach aus, dass das bis auf weiteres schon wieder der letzte Tag mit so schönem Sonnenaufgangslicht war: jetzt ist die nächste Ladung Saharastaub angekündigt. Da wünscht man sich gleich die Polarluft zurück. Zumindest solange man kein Obstbauer ist, sondern nur Landschaftsfotograf ...

Feldbergblick

Feldbergblick


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24.04.2024

Immer noch Winter

Das hat man auch nicht so oft, dass man abends um halb acht heimkommt und dann noch Zeit hat, frisch gefallenen Schnee bei Tageslicht abzulichten. So ein Wintereinbruch Ende April hat nur Vorteile. Abgesehen davon, dass der Schnee tagsüber ständig wegtaut. Und dass er nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in den viel zu früh ergrünten Laubwäldern zu Frostschäden führt. Und dass dem Wetter erst jetzt einfällt, dass es vor zwei bis drei Monaten etwas vergessen hat. Eigentlich total überflüssig, diese Wetterlage zu dieser Jahreszeit. Aber irgendwie trotzdem schön für einen eingefleischten Winterliebhaber wie mich, der seine Entzugserscheinungen damit nachträglich ein bisschen abmildern konnte.

Neuschnee am Titisee


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21.04.2024

Vollwinter Ende April

Vorgestern habe ich noch geschrieben, dass es in nicht mal einer Woche in der zweiten Aprilhälfte mehr geschneit hat als im Januar und Februar zusammen. Und das war noch vor dem Wochenende. Allein an diesem Samstag und Sonntag hat es im Hochschwarzwald mehr Schnee gegeben als im gesamten kalendarischen Winter. – Mit dem meteorologischen Winter hätte das nicht ganz hingehauen, weil es Anfang Dezember im Schwarzwald kurzzeitig richtig winterlich war. Ich finde ja die meteorologische Einteilung der Jahreszeiten viel sinnvoller als die kalendarische, aber das nur nebenbei.

Jedenfalls war ich diesmal ausnahmsweise wieder mit dem Auto unterwegs. Winterreifen und Allrad waren bei diesen Verhältnissen durchaus vorteilhaft. Am 21. April konnte ich endlich nachträglich das Winterwetter genießen, auf das ich den ganzen Winter über vergeblich gewartet hatte.

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau

Wintereinbruch im April bei Breitnau


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20.04.2024

Wetterdrama über den Vogesen (und eine Orchidee)

Um nicht noch einmal mit dem Rad über schneematschbedeckte Straßen rutschen zu müssen, habe ich an dieser Samstag einen Ausflug in den Kaiserstuhl gemacht – immer noch bei klassischem Aprilwetter. Von diesem hatte ich mir allerdings mehr erhofft, vor allem in Bezug auf Wolkenlücken. Fotografisch war der Ausflug nicht ganz so erfolgreich wie erhofft. Schön war es trotzdem zwischen den frisch ergrünten Bäumen und Orchideen. Wobei ich etwas mehr Zeit gebraucht hätte, um diese ansehnlich abzulichten. Ein zumindest nicht völlig missglücktes Bild mit Helm-Knabenkraut (wenn ich es richtig identifiziert habe) möchte ich trotzdem zeigen.

Helm-Knabenkraut im Arboretum Liliental

Für den Abend hatte ich mir den Oberbergener Scheibenbuck als Fotospot ausgesucht, wo ich etwa zehn Sekunden zu spät ankam: der perfekte Lichteinfall durch eine Wolkenlücke auf die Terrassenhänge war gerade in dem Moment vorbei, als ich die Kamera aus dem Rucksack geholt hatte. Aber das Schauerwetter über den Vogesen war dann doch noch für ein paar 300mm-Bildausschnitte gut.

Vogesenblick bei Schauerwetter

Vogesenblick bei Schauerwetter


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19.04.2024

Aprilwinter im Moor

In einer einzigen Woche in der zweiten Aprilhälfte hat es im Hochschwarzwald deutlich mehr geschneit als im Januar und Februar zusammen. Auch wenn Hinterzarten nicht ganz hoch genug lag, um die Schneedecken jeweils tagsüber zu behalten. Heute blieb der Schnee hier gar nicht erst liegen, aber es gab schon einiges an weißem Niederschlag bei leichten Plusgraden, bevor sich zum Abend hin immer mehr Regen darunter mischte.

Bei dieser Gelegenheit habe ich erneut die Eignung meines E-Bikes für Fototouren bei "schlechtem" Wetter ausgetestet. Und diesmal wirklich bis an die Grenzen. Eigentlich wollte ich zum Feldsee und hatte die Hoffnung, dass die Straße zum Raimartihof trotz des anhaltenden Schneefalls befahrbar wäre. Mit zunehmender Höhe lag allerdings immer mehr Schnee, ohne die Autospuren wäre ich gar nicht mehr durchgekommen. Doch auch mit den Spuren ging es ab etwa 1000m Höhe nicht mehr weiter. Abseits der Straße lag die Schneehöhe da schon bei mindestens 15 cm – da war tagsüber alles liegengeblieben. Das Problem war vor allem, dass es auch auf dieser Höhe mittlerweile leichte Plusgrade gab, wodurch der Schnee auf der Straße aufgeweicht war und eine Konsistenz wie Schmierseife hatte. Verhältnisse, bei denen man mit dem Auto ohne Allradantrieb oder Schneeketten echte Probleme bekommt. Mein Fahrrad hat leider keins von beidem, und deshalb hat der Motor auch nicht mehr geholfen. Keine Chance, den Feldsee zu erreichen, ohne das Rad stehen zu lassen.

Aber damit hatte ich schon gerechnet und mir einen Reserve-Fotospot vorgemerkt, ein Moor am Weg auf ziemlich genau 1000m Höhe – bei tiefwinterlichen Verhältnissen und anhaltendem (nassem) Schneefall. Hat Spaß gemacht, nur den Rückweg hätte es nicht unbedingt gebraucht: bei Dunkelheit und mittlerweile recht starkem Niederschlag, der weiter unten wieder als Regen fiel, wobei ich diesmal trotz Kälte und Motor ins Schwitzen gekommen war, weil es doch recht anstrengend ist, ein Fahrrad durch die Schmierseife zu steuern, ohne dabei ständig wegzurutschen. Aber ich glaube, die Bilder waren es wert.

Moor am Waldhofbach im Schneefall

Moor am Waldhofbach im Schneefall

Moor am Waldhofbach im Schneefall


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18.04.2024

Monochrome Hauptbahnhofs-Architekturdetails

Der Zug, mit dem ich nach meinem Foto-Abstecher von Kleinkems aus nach Freiburg weiterfuhr, hatte zunächst fünf Minuten Verspätung. Kein Problem, ich hatte ja 22 Minuten Umsteigezeit in Freiburg. Die wiederholten Durchsagen, dass sich die Weiterfahrt aus diversen Gründen noch etwas verzögern würde, nahm ich erst noch mit einem Schmunzeln zur Kenntnis, aber als der Zug mit gut einer Viertelstunde Verspätung vor Bad Krozingen auf freier Strecke erneut für mehrere Minuten zum Halten kam, wurde es allmählich doch ein wenig stressig. Die Einfahrt in den Freiburger Hauptbahnhof ging quälend langsam vonstatten, bei der Ankunft hatte der Zug dann ziemlich genau 21 Minuten und 50 Sekunden Verspätung, und ich musste von Gleis 2 auf Gleis 8 ...

Die logische Konsequenz brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. Aber ich hatte ja, wie gesagt, aus dem Erlebnis in Basel gelernt und nicht nur eine, sondern gleich beide DSLRs im Rucksack, auch die monochrome. Und so habe ich mir die Zeit mit monochromen Architekturdetails vertrieben. Normalerweise nicht mein Ding, aber was will man sonst machen in so einer Situation?

Architekturdetail Freiburg Hbf

Architekturdetail Freiburg Hbf


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18.04.2024

Oberrheinaussicht, diesmal zu Fuß

Auf der Fahrt von Basel nach Freiburg sah das Licht so hübsch aus, dass ich spontan aussteigen und eine Runde spazieren gehen musste. Diesmal war natürlich die Kamera im Rucksack, so was wie in der Vorwoche am Bahnhof in Basel sollte mir nicht noch mal passieren. Der südliche Teil der Rheintalbahn verläuft am Hang, so dass man zwischen Schliengen und Efringen-Kirchen von den Bahnhöfen aus leicht zu Fuß diverse Aussichtspunkte in den Weinbergen erreicht. Manchmal habe ich mich schon geärgert, dass diese Bummelzüge so lange brauchen, weil sie auch z. B. in Kleinkems halten – dabei kann so ein Halt durchaus sinnvoll sein, wenn dort solche Aussichten in der Nähe sind.

Blick über Kembs und die Rheinebene

Vogesenblick bei Kleinkems


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16.04.2024

Dreisamtal-Lichtstimmung bei klassischem Aprilwetter

Nun hat sich der April entschieden, unter Beweis zu stellen, dass er trotz Klimawandel immer noch zu dem Wetter fähig ist, für das er früher einmal bekannt war. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um erneut das E-Bike auszuführen und dabei zu testen, wie praktikabel es bei "schlechtem" Wetter ist. Bei solchen Verhältnissen war ich ja schon immer gerne draußen, aber habe dabei ungern weitere Strecken zurückgelegt (vor allem mit Höhenunterschieden), weil ich dabei sehr leicht ins Schwitzen komme und dann nichts mehr davon habe, von außen gegen Regen geschützt zu sein, wenn ich dafür von innen nass werde.

Heute war ich bei Schneeregen und Temperaturen von 0 bis 2 Grad unterwegs, das waren also nicht wirklich repräsentative Verhältnisse. Trotzdem wäre es vorher auch bei solchen Temperaturen undenkbar gewesen, etwa 200 Höhenmeter mit der Fotoausrüstung im Gepäck zu überwinden, ohne ziemlich verschwitzt anzukommen. Das ist jetzt kein Thema mehr: ich bin von außen und innen weitgehend trocken geblieben. Wirklich ganz neue Möglichkeiten, die sich da auftun.

Diesen recht abgelegenen Aussichtspunkt bei Breitnau hätte ich zum Beispiel früher bei solchen Verhältnissen nie aufgesucht. Dabei war er heute genau richtig, um die kurzen Lichtmomente über dem Dreisamtal einzufangen, während an meinem Standort weiterhin Schneeregen fiel.

Abendlicht über Freiburg

Dreisamtal im Abendlicht


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11.04.2024

Schattenspiele als Smartphone-JPG (besser als nichts)

Ein äußerst ärgerlicher Abend: Zuerst nach Feierabend in Rheinfelden das übliche Chaos auf der Hochrheinbahn, so dass ich keine Chance hatte, meinen Anschluss Richtung Freiburg in Basel zu erwischen. Dort musste ich ausnahmsweise auf Gleis 10, um den folgenden Zug nach Freiburg zu nehmen.

Und dann folgte das eigentliche Ärgernis:
Ich sah etwas, was unbedingt fotografiert werden wollte. Ein Schattenspiel, das aussah, als wäre es extra arrangiert worden. Eine Momentaufnahme, die höchstwahrscheinlich nicht reproduzierbar gewesen wäre, wenn ich es später noch einmal versucht hätte. Und ich hatte keine Kamera dabei!

Was macht man als Fotograf in so einem Moment? Für mich gilt normalerweise: ärgern und ohne Foto heimfahren. Wobei ich manchmal noch das Handy heraushole, um zu dokumentieren, was ich verpasst habe. Aber zum Fotografieren ist das Teil nicht gedacht. Das kommt gar nicht in Frage, das würde meine Fotografenehre zu sehr kränken.

Aber diesmal sah ich mich gezwungen, meine Prinzipien zu überdenken. Welches Ärgernis war schlimmer: das Bild gar nicht zu bekommen oder mit der Schmach leben zu müssen, es als JPG mit dem Handy geknipst zu haben? Ich kam zu dem Schluss, dass letzteres das kleinere Übel war. Ergebnis: Ich habe mein Bild. Und daraus gelernt: Nie mehr ohne Kamera aus dem Haus, wenn die Möglichkeit besteht, dass mir ein Foto über den Weg laufen könnte.

Schattenspiele, Basel Bad Bf


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