Blog: Allgemein


07.05.2021

"Wonnemonat" 2021

Eine Woche ist der Mai jetzt alt. In dieser Zeit hat er im Hochschwarzwald schon ganz locker die 100mm-Niederschlagsmarke geknackt. Ein krasser Gegensatz zum trockenen April. Nur auf eins ist in diesem Frühling Verlass: niedrige Temperaturen*. Nasse Flocken in Hinterzarten waren in den letzten Tagen mehrfach zu beobachten. Auf den Bergen gab es dabei jeweils eine frische Zuckerschicht. So war ich letzten Sonntag schon im Schnee am Feldsee und musste dort feststellen, dass ich keine Speicherkarte dabei hatte. Wie schön, wenn einem das Wetter eine zweite Chance gibt. (Bei aller Liebe zu Schnee und Kälte: das ist diesmal sogar von mir nicht ganz ohne Ironie zu verstehen.)

Zwischen dem Parkplatz Kunzenmoss und dem Feldsee, ziemlich genau in der Mitte, liegt noch ein weiterer See. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass der früher schon da gewesen wäre. Zumindest nicht in dieser Größe. Auf Wanderkarten ist er auch nicht eingezeichnet. Entdeckt hatte ich ihn gestern beim Spazieren. Im strömenden Regen. Ich mache das ja ganz gern. Bei dem Wetter ist das Risiko, andere Leute zu treffen, recht gering. Andere Leute bleiben bei dem Wetter in der Wohnung und finden es gemütlich, ich finde es drinnen eher bedrückend. Draußen ist es dagegen eine besondere Stimmung. Das nur nebenbei. Jedenfalls habe ich diesen See heute nochmals angesteuert. Der Regen war mittlerweile in Schnee übergegangen.

Frühlingsschnee im Seebachtal

Frühlingsschnee im Seebachtal

Und dann eben noch mal zum Feldsee. Den habe ich heute erstmals seit der Rückkehr in den Hochschwarzwald wieder umrundet. Der Rundweg zeichnete sich aus durch einen Wechsel von triefenden Bäumen, vom Dauerregen aufgeweichten Altschneefeldern und Bächen, die nicht wussten, wohin mit dem vielen Wasser, und deshalb den Weg als Bett missbraucht haben.

Mit dabei war ein kurzer Moment des Zweifels: Will ich wirklich von Micro Four Thirds auf Vollformat umsteigen? Die Schärfentiefe bei 7,5mm ist schon praktisch. Aber trotzdem: Nächste Woche wird, wenn es klappt wie erhofft, eine Pentax K-1 hier einziehen. Für das nächste Bild dieser Art brauche ich dann vielleicht Fokus-Stacking, aber das ist es mir wert.

Neuschnee über dem Feldsee

*) Übermorgen soll ja im Tiefland die 30-Grad-Marke fallen. Gefolgt vom nächsten Temperatursturz mit Starkregenpotential. Immerhin, Wetter gibt es reichlich ...


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


02.05.2021

Komm, lieber Mai, und mache ...

... ach, mach doch, was du willst. Wenn du kein Grün auf die Reihe bekommst, nehme ich zur Not auch ein bisschen frisches Weiß auf den Bergen. Hauptsache, es gibt was zu fotografieren.

Früher dachte ich immer: Das muss ein völlig anderes Klima gewesen sein zu Mozarts Zeiten. Gut, ein bisschen war es das auch. Aber dass man im Mai immer noch darauf warten muss, dass die ersten Bäume endlich grün werden, das war für mich bisher selbst hier oben im Hochschwarzwald unvorstellbar. Ein paar richtig warme Tage wären jetzt schon mal nett. Die Polarluft darf dann gerne zur Siebenschläferzeit wiederkommen. Auch wenn es dann nicht mehr für Schnee auf dem Feldberg reicht.

Frühlingsschnee auf dem Feldberg

Frühlingsschnee auf dem Feldberg


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


20.04.2021

Frühling im Gegenlicht

Auf den Hochschwarzwälder Wiesen tut sich das Grün weiterhin schwer, sich gegen das Braun durchzusetzen. Die Bäume sind sowieso weiterhin kahl. Ich habe sonst ja nichts gegen Monate, die kälter ausfallen als normal. Gibt es viel zu selten in Klimawandelzeiten. Aber warum ausgerechnet der April? Von mir aus dürfte der April der wärmste Monat des Jahres sein. Zumindest solange, bis alles grün ist.

Aber da man sich das Wetter nicht aussuchen kann, muss ich halt weiterhin gelegentlich in tiefe Lagen ausweichen, wo die Wärmephase im März gereicht hat, um das nachhaltige Ergrünen der Landschaft in Gang zu setzen. Diesmal habe ich mir Gundelfingen-Wildtal als Fotoziel ausgesucht, ein Tal am unteren Schwarzwaldrand nördlich von Freiburg. Dort habe ich Kompromisslandschaftsbilder gemacht (die ich diesmal für mich behalte).

Und dann gab es dieses schöne Sonnenuntergangs-Gegenlicht am gegenüberliegenden Hang. Zum Glück ist mein 70-200mm-Objektiv nicht ganz perfekt, wenn es um das Abbildungsverhalten bei Streulicht geht. Wäre schade, wenn man dieses Potential für Wärme im Bild wegoptimiert hätte. Hier habe ich Weißabgleich, Helligkeit und Kontrast angepasst, aber nichts an der Sättigung geändert. Ehrlich.

Frühlingsbaum im Gegenlicht


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


20.04.2021

Nebel!

Vielleicht hängt meine extreme Unzufriedenheit mit den Fotos der letzten Monate auch damit zusammen, dass es monatelang (gefühlt waren es Jahre) keinen Nebel gegeben hat. Nebel ist ein Wundermittel. Da ergeben sich die Bilder, die nicht mehr zeigen als nötig, ganz von alleine.

Ob ich mit diesen Aufnahmen zufriedener bin? Momentan noch schwer zu sagen. In ein paar Tagen weiß ich es genauer.

Sonnenaufgang bei der Fürsatzhöhe

Sonnenaufgang bei der Fürsatzhöhe

Feldbergblick

Wald im Dunst


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


16.04.2021

Frühling mit Blende 2.8

Gestern hatte ich erwähnt, dass ich künftig gerne mit einer Pentax K-1 fotografieren möchte. Es wäre nicht wirklich ein Systemwechsel, da ich meine alte Pentax-Ausrüstung noch habe. Aber die Objektive muss ich trotzdem größtenteils neu anschaffen, da die alten nicht für Vollformatsensoren ausgelegt sind. Abgesehen vom Sigma 70-300, aber da ist die Bildqualität unbrauchbar. Ich träume sowieso schon seit mindestens 10 Jahren von einem 70-200mm F2.8-Telezoom, aber früher war das völlig unerreichbar, weil viel zu teuer.

Jetzt habe ich ein gebrauchtes von Tamron zu einem Drittel des damaligen Neupreises ergattert. Welch ein Monstrum! Mehr als doppelt so groß und schwer wie alle Objektive, die ich bisher hatte. Kaum zu glauben, dass die Konkurrenzprodukte noch schwerer sein sollen. Dafür bietet es mir Möglichkeiten, mit dem Schärfeverlauf zu arbeiten, wie ich es noch nie zuvor konnte. Gut möglich, dass ich künftig mehr Waldfotos dieser Art machen werde ...

Frühlingswald

Eigentlich wollte ich ja ein paar Motive im Mauchachtal einfangen, die ich im Dezember beim Wandern entdeckt hatte, aber habe mich bei der Einschätzung des Lichteinfalls gründlich vertan. Deshalb gibt es keine Bilder vom Bach. Stattdessen habe ich noch ein paar Objektiv-Testbilder gemacht. Wie dieses hier von einem Buschwindröschen. Ehrlich gesagt finde ich es immer noch total langweilig, Blümchen freigestellt abzulichten. Aber es fühlt sich gut an, zumindest die Möglichkeit dazu zu haben. Und das sogar ohne Klappdisplay (das hat die alte K-5 leider nicht). Da werde ich später mit der K-1 (mit Klappdisplay) bestimmt noch viel Spaß haben.

Buschwindröschen


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


15.04.2021

Das letzte Bild auf dem Film

Heute habe ich nicht viel zu zeigen, aber möchte dafür ein bisschen erzählen.

Ich bin unzufrieden. Zum einen mit der Gesamtsituation. Der zermürbende Dauer-Pseudo-Lockdown und die Arbeitsverweigerung der Politik beim Thema Pandemiebekämpfung gehen auch an mir nicht spurlos vorbei (#mütend). Jetzt wollen sie mir womöglich auch noch meine kontaktlosen Sonnenuntergangs-Fotoausflüge verbieten (Ausgangssperre ab 21 Uhr), weil sie es nicht auf die Reihe bekommen haben, schon Monate früher wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Geht's eigentlich noch? Im Ernstfall werde ich es wohl einfach riskieren. Hätte vor Gericht wohl eh keinen Bestand.

Und zum anderen gefällt mir der Zustand meines Fotoblogs nicht. Die Qualität der Bilder schwankt extrem. Letztes Jahr dachte ich, ich hätte die Kurve gekriegt. Erinnere mich noch an meine eigenen Aussagen wie "Besser ein gutes Foto als zehn mittelmäßige" oder "Ich darf hier Bilder machen, ich muss nicht". Und nun, vermutlich im Zusammenhang mit der äußerst unbefriedigenden Gesamtsituation, bin ich wieder ins alte Muster zurückgefallen. Der Zwang, unbedingt etwas zeigen zu müssen, wenn ich schon extra wo hingefahren bin, ist wieder da. Auch wenn die Bilder der größte Mist sind.

Allerdings verfüge ich mittlerweile über eine neue Errungenschaft, die hilfreich ist, um wieder in die Spur zu finden.

Gut, genau genommen ist sie nicht neu, sondern gebraucht, und hat schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel.



Ein Grund für die Anschaffung waren die beiden mitgelieferten schönen Pentax-Originalobjektive. Aber ich wollte auch die Kamera tatsächlich einsetzen. Heute ist der erste Film voll geworden. Auch wenn ich noch nicht weiß, wie die Bilder nachher aussehen werden, habe ich das Gefühl, dass die Anschaffung richtig war.

An meine analogen Fotos habe ich keine Ansprüche. Die Abbildungsqualität wird nicht mit Digitalfotos mithalten können, und da ich die Bilder nicht einmal selbst bearbeite, sondern den Film zum Entwickeln anderen überlasse, erwarte ich nicht allzu viel davon. Auch bei der Wahl des Bildausschnitts bin ich eingeschränkt: bisher habe ich nur zwei Brennweiten, 50 und 200 mm. Da kann man erst recht keine Perfektion erwarten. Und genau das tut mir gerade gut. Die Analogkamera benutze ich für Bilder, die ich nicht gleich allen zeigen, aber trotzdem machen will. Schnappschüsse, aber in Vollformatqualität ‐ die Objektive können ja was. Der optische Sucher und der manuelle Fokus entschleunigen den Prozess des Fotografierens, und gleichzeitig hat man eine direktere Verbindung zum Motiv. (Nebenbei bemerkt: Ich will auch digital zurück zum Spiegelreflex-System. Beobachte schon eine Weile den Gebrauchtmarkt im Hinblick auf eine Pentax K-1.)

Was hat das mit den Bildern in meinem Blog zu tun? Nun, solche Aufnahmen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie meinen Ansprüchen möglicherweise nicht genügen werden, die mache ich jetzt einfach analog. Damit habe ich das Bild trotzdem gemacht, aber komme nicht in die Versuchung, es gleich herzuzeigen und mich hinterher darüber zu ärgern, so einen Schrott veröffentlicht zu haben. Das Ergebnis bekomme ich erst mit einiger zeitlicher Distanz zu sehen, wenn ich besser beurteilen kann, welche von den Bildern doch gut genug sind für die Öffentlichkeit. Die Verbissenheit ist weg, seit ich die Analogkamera mitnehme.

Heute Morgen habe ich nun einen kurzen Spaziergang gemacht, um den Film voll zu bekommen, weil man Filme bei Foto Löffler in Freiburg immer freitags entwickeln lassen kann. Die letzte Einstellung hat mir dabei so gut gefallen, dass ich sie mit der Digitalkamera nachgestellt habe. Etwa so wird das letzte Bild auf dem Film aussehen. Bin schon gespannt auf den direkten Vergleich ...

Blick auf Breitnau-Hinterdorf


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


12.04.2021

Zwischen den Jahreszeiten

Der Frühling 2021 zeichnet sich durch starke Temperaturschwankungen aus. Während anscheinend die Mehrheit der Bevölkerung den wiederholten Polarlufteinschüben nicht nur mit Wohlwollen begegnet, kann ich mich bekanntlich das ganze Jahr über Schnee freuen. Zu dieser fotografisch schwierigen Jahreszeit bin ich sowieso für jede Abwechslung beim Wetter dankbar. Und dank der warmen Phasen dazwischen ist die Vegetation in tieferen Lagen schon recht weit fortgeschritten, also wird es hier oben auch nicht mehr lange dauern.

Normalerweise ist es nicht meine Art, bei Neuschnee vor der Haustür extra an einen Ort zu fahren, wo kein Schnee liegt. Aber Neuschnee vor der Haustür konnte ich im zurückliegenden Winter schon öfter fotografieren. So einen schönen Kontrast zwischen den Jahreszeiten, wie es ihn heute im Dreisamtal zu bestaunen gab, bekommt man dagegen nicht allzu oft vor die Linse.

Aprilwetter im Dreisamtal


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


11.04.2021

Wasserfälle in der Teichschlucht

Bei einer Wanderung im Februar hatte ich festgestellt, wie schön die Teichschlucht ist, und angekündigt, sie bald wieder zu besuchen. Aber ich kenne mich mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass ich gerne solche Ankündigungen mache und mich meistens nicht daran halte. Aber manchmal überrasche ich mich dann doch und besuche so einen Ort tatsächlich kurz darauf noch einmal. Richtig frühlingshaft grün ist es zwar noch nicht, aber die Verhältnisse waren trotzdem besser als letztes Mal: bedeckter Himmel und nasser Wald, genau richtig für Wildbachfotos.

Teichschlucht

Teichschlucht


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


06.04.2021

Frühling wie früher

Einst hat man dem April nachgesagt, er tue, was er wolle. Durch den Klimawandel hat er sich immer mehr in Richtung eines stabilen Frühsommermonats entwickelt. Aber gelegentlich zeigt er doch, dass er es noch nicht ganz verlernt hat, und schickt einen Schwall eisiger Luft quasi direkt vom Nordpol nach Mitteleuropa, was vor allem in höheren Lagen noch einmal einen ernsthaften Wintereinbruch nach sich zieht.

Diese Aufnahme ist eher dokumentarisch. Bis übermorgen werden sich voraussichtlich aber noch mehr winterliche Fotogelegenheiten ergeben.

Frühlingsschnee, Schwärzenbach


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


27.03.2021

Auf der Suche nach dem Frühling

Im Hochschwarzwald ist immer noch etwas Schnee vom letzten Wintereinbruch übrig. Hier wird der Vorfrühling noch ein bisschen andauern. Deshalb habe ich mich heute in tiefere Lagen begeben, um zu schauen, ob diese ungeliebte Jahreszeit dort schon ein Ende hat. Tatsächlich kann man in der Rheinebene schon die ersten Bäume mit frischen grünen Blättern finden. Eigentlich ging es mir nur darum, einschätzen zu können, wie lange es noch dauert, bis Fotografieren wieder Sinn macht. Bei der Gelegenheit habe ich dann gleich ein Sonnenuntergangsbild aus dem Kaiserstuhl mitgenommen, auf dem ein paar blühende Bäume zu erkennen sind.

Sonnenuntergang bei Ihringen


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


Neue Beiträge

Neue Kommentare

Archiv nach Monaten

Kategorien

Abonnieren

© 2021 Fotografie Michael Arndt
Impressum / Kontakt
FacebookTwitteralfoco