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19.02.2021

Dreisamtal aus der Luft (2)

Vorfrühling, die Zeit der kahlen Wälder und matschbraunen Wiesen. Meine alljährliche Durststrecke als Landschaftsfotograf. Das folgende Bild hätte ich unter normalen Umständen nicht gemacht. Also wenn es einen Felsen oder Turm gäbe, von dem man diese Aussicht hätte. Die kahle Landschaft macht einfach nicht viel her. Aber um Erfahrungen mit Luftaufnahmen zu sammeln, zieht es mich trotzdem immer wieder nach draußen. Diesmal habe ich gewartet, bis die Sonne dabei war, hinter dem Horizont zu versinken. Und schon ist die Bildqualität deutlich besser. Aber ich werde trotzdem noch ein bisschen experimentieren müssen, um auch mit mehr Gegenlicht an brauchbare Aufnahmen zu kommen.

Wagensteigtal


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16.02.2021

Dreisamtal aus der Luft

Jetzt gehöre ich auch zu diesen Nervensägen mit ihren surrenden Fluggeräten. Aber keine Sorge, ich werde den Blog nicht mit illegalen B31-im-Höllental-senkrecht-von-oben-Bildern fluten. Meine Motivation für diese Anschaffung war eine andere.

Der Schwarzwald hat eine charakteristische Eigenschaft, die Vor- und Nachteile hat: Es gibt da viele Bäume. Die Vorteile liegen auf der Hand: Schattige Wanderpfade, Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen, der Duft des Waldes ... Aber der Nachteil ist: Die Bäume versperren die Sicht. Es gibt so viele Kuppen im Schwarzwald, von denen man eine herrliche Aussicht hätte, wenn da keine Bäume wären. Oder ein Aussichtsturm. Mit der Drohne habe ich mir einen Wunsch erfüllt, der mich schon seit Jahren beschäftigte. Von nun an hat für mich jeder Schwarzwaldberg einen Aussichtsturm.

Gut, nicht wirklich jeder. Nur diejenigen, die nicht in einem Naturschutz-, FFH- oder Vogelschutzgebiet liegen. Damit bleibt in meiner Umgebung grob geschätzt die Hälfte übrig. Was ein ziemlich guter Wert ist, verglichen mit anderen Mittelgebirgen. Am Albtrauf z. B. muss man die wenigen Stellen, wo man überhaupt fliegen darf, mit der Lupe suchen.

Einen Nachteil konnte ich bei meinen ersten Tests schon feststellen: Gegenlichtaufnahmen sind eine echte Herausforderung. Und der Trick mit der Hand vor der Sonne funktioniert natürlich nicht, wenn sich die Kamera 50m höher befindet als der Fotograf. Was auch nicht geht, ist Heranzoomen. Das Objektiv ist eine Festbrennweite. Allerdings entspricht die ziemlich genau dem Bildausschnitt in Google Earth, was wiederum sehr praktisch ist für die Planung von Bildern. Da kann man sich das Foto schon vorher zurechtlegen und muss sich dann nur noch den Aufnahmestandort merken und hoffen, dass man vor Ort die Möglichkeit hat, senkrecht nach oben zu steigen, ohne an einem Baum hängenzubleiben.

Das hat heute schon ganz gut funktioniert. Aber wie gesagt: Gegenlicht, ganz schwierig. Das hier ist ein echtes Anfängerfoto. Aber die Perspektive mag ich trotzdem.

Blick über das Dreisamtal


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12.02.2021

Weiler Kapelle

Ein weiteres Motiv von meiner Winter-Liste. Für dieses habe ich mehrere Anläufe gebraucht. Der letzte Versuch war daran gescheitert, dass es wegen zu viel Schnee keine Möglichkeit gab, irgendwo in der Nähe das Auto abzustellen. Heute ging es ‐ ohne Tiefschnee, aber dafür gerade noch rechtzeitig, bevor sich der Sonnenaufgang im weiteren Verlauf des Jahres zu weit nach Norden verschoben hätte.

Weiler Kapelle


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11.02.2021

Eisiger Furtwänglebach

Vor einer Woche waren sich die Wetterprognosemodelle noch einig, dass der Winter im Südwesten bis auf weiteres vorbei ist. Jetzt ist er wieder voll da. Die Kaltluft aus der Nordhälfte Deutschlands ist bis zum Oberrhein vorgedrungen, es liegt Schnee bis ganz unten, und nun stehen einige richtig eisige Tage an. Mal schauen, wie viele Punkte von meiner Winter-Fotomotiv-Liste ich erledigen kann, bevor der Wind zu viel Schnee von den Bäumen geweht hat ...

Eins dieser Motive davon war der Furtwänglebach, ein Zufluss der Breg in der Nähe des Donauursprungs. Ganz so viel Kälte hätte ich gar nicht unbedingt gebraucht: Ein bisschen mehr Wasser statt Eis wäre mir lieber gewesen. Aber eine hübsche Winterstimmung war es trotzdem.

Winter am Furtwänglebach

Winter am Furtwänglebach


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06.02.2021

Farben der Sahara

Ich ärgere mich ja des öfteren über Leute, die ihre Bilder mit billigen Effekten verunstalten und sich damit Likes erschummeln. In letzter Zeit sind es vor allem Bilder mit eingefügtem Fake-Himmel aus Luminar, der überflüssigsten Software seit der Erfindung von Instagram. Bevor diese sich verbreitet hat, hat man noch öfter die einfachere Variante gesehen: einen Farbverlauf, der über das Bild gelegt wurde, um z. B. einen Himmel rot einzufärben, der eigentlich grau war.

Mittlerweile habe ich so viele Bilder gesehen und selbst bearbeitet, dass grob geschätzt 99% dieser Fakes sofort erkenne. Aber wenn mir vor ein paar Tagen jemand die folgenden Bilder gezeigt hätte, dann hätte ich doch meine Zweifel gehabt. Wie viel ist daran noch echt? Ist das ein künstlicher Farbverlauf oder nur ein verrutschter Weißabgleich? Es sieht jedenfalls sehr unrealistisch aus. Was Saharastaub für surreale Stimmungen erzeugen kann, hätte ich zuvor kaum für möglich gehalten.

Inversion und Saharastaub über dem Dreisamtal

Inversion und Saharastaub über dem Dreisamtal


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06.02.2021

Ravennaschlucht nach der Schneeschmelze

Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte, aber ich war seit dem Umzug nach Hinterzarten im letzten September noch kein einziges Mal in der Ravennaschlucht gewesen. Mein letzter Besuch liegt mindestens sechseinhalb Jahre zurück. Als ich heute dort war, hat es sich angefühlt, als wäre es gestern gewesen.

Die regenreiche Tauwetterphase ist vorbei, aber die Ravenna führt immer noch ungewöhnlich viel Wasser:

Ravennaschlucht nach Schneeschmelze

Und dann noch ein Foto vom Hinweg. Keine Ahnung, wie lange dieses Haus schon leer steht ‐ und wie lange es überhaupt noch stehen wird. Solange es noch steht, muss es dokumentiert werden.

Lost Place im Höllental


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06.02.2021

Dreisamfjord und Saharaluft

Eine außergewöhnliche Grenzwetterlage macht gerade Schlagzeilen. Irgendwo weit im Norden Deutschlands (von hier aus betrachtet) soll eine Luftmassengrenze mit extremen Temperaturgegensätzen für unwetterartige Schneefälle sorgen. Ich bin ein bisschen neidisch. Aber es ist mir immer noch lieber, wenn so ein Ereignis weit entfernt stattfindet, als wenn es hier ganz in der Nähe wäre und ich in der Eisregenzone sitzen würde, während die Landschaft 50km nördlich mit Schnee zugeschüttet wird.

Der Südwesten bekommt dagegen gerade einfach nur die volle Dröhnung Warmluft ab, direkt aus der Sahara ‐ einschließlich großer Mengen Saharastaub. Wenn ich jetzt gerade aus dem Fenster schaue, sehe ich einen bedeckten Himmel, der eine fast schon unheimliche Gelb-/Braun-Färbung aufweist. Die Landschaft sieht aus wie auf einem meiner Fotos von 2010, bevor ich diese fast alle neu bearbeitet habe, weil ich damals die Angewohnheit hatte, den Weißabgleich viel zu warm einzustellen und einem Großteil meiner Bilder einen kräftigen Gelb-Braun-Stich zu verpassen.

Heute Morgen war es noch nicht ganz so extrem, und am Himmel gab es noch Wolkenlücken, nachdem der Regen der letzten Warmfront in den Tälern genug Feuchtigkeit hinterlassen hatte, um endlich wieder ein Nebelmeer zu produzieren. Um dieses einzufangen, habe ich den Rosskopf bei Freiburg erstmals zu fotografischen Zwecken besucht.

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal


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04.02.2021

In der Hochschwarzwälder Seenplatte

In der vergangenen Woche war alles dabei: Flächendeckender kräftiger Dauerregen, im Schwarzwald durch Staueffekte verstärkt. Oder wiederholte kräftige Schauer mit stürmischem Wind. Dann auch mal ganztägiger Dauerregen, der nur im Schwarzwald fiel, dem Stau sei Dank. Zwischendurch einen Tag nur Nieselregen (wobei das die Ausnahme war). Dann wieder Dauerregen, noch mehr Schauer und dann noch mal richtig ausgiebiger Dauerregen, zeitweise schauerartig verstärkt, mit viel Wind. So ging das eine Woche am Stück. Richtig hell wurde es tagsüber die ganze Zeit nicht.

So erschien mir der heutige Morgen fast surreal. Klarer Himmel, Sonnenschein - und kein Niederschlag! Dass ich das noch erleben darf! Und dann auch noch in einer völlig neuen Landschaft aufzuwachen: der Hochschwarzwälder Seenplatte. Hier in der Umgebung des Hauses sind zwischen den neu entstandenen Seen noch etwa 10 von den ursprünglich 80 Zentimetern Schnee übrig. Zwischen Titisee und Neustadt wurde dagegen fast alles weggespült.

Und diese Aufnahme war der Lohn für eine Woche Wetterfolter*:

Spriegelsbachtal mit Hochwasser

* Im Sommer hätte ich gegen so eine Wetterlage nichts einzuwenden. Aber im Winter bei einer bestehenden Schneedecke ist sie schon sehr bedrückend.


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30.01.2021

Hochwasser im Wiesental

Fünf Wochen lang konnte ich fast ohne Unterbrechung den Winter genießen und mich dabei immer wieder über Neuschnee und Gesamtschneehöhen bis zu 80cm vor der Haustür freuen. Jetzt zahle ich den Preis dafür. Die ekelhafteste anzunehmende Wetterlage hat sich eingenistet. Schon drei Tage in Folge ergiebige Regenfälle und gnadenloser Tauwettersiff. Für morgen sieht es nach einer kurzen Entspannung aus, bevor das Pisswetter erneut loslegen und die ganze nächste Woche ohne wesentliche Unterbrechungen anhalten wird.

Am stärksten ist die deprimierende Wirkung dieser Witterung, wenn ich daheim in der Wohnung hocke. So weit kommt's noch, dass ich mir vom Wetter vorgeben lasse, wann ich draußen unterwegs bin. Also habe ich versucht, dem Horrorwetter wenigstens ein paar Bilder abzutrotzen, die man sonst nicht machen kann. Motiv: Gewässer, die es normalerweise an diesen Stellen nicht gibt. Gestern bin ich im Dreisamtal mit diesem Vorhaben gescheitert, heute lief es im Wiesental etwas besser.

Hochwasser im Wiesental

Hochwasser im Wiesental

Hochwasser im Wiesental


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24.01.2021

Rotlichtmilieu

Eine Minute früher wäre das Sonnenaufgangslicht noch intensiver gewesen. Kein ganz ideales Timing also. Aber eigentlich ist das egal. Entscheidend ist vor allem, dass es nach den Tauwettertagen um die Wochenmitte wieder frischen Schnee gegeben hat. Festgehalten habe ich ihn diesmal in der offenen Landschaft des östlichen Hochschwarzwaldes bei Göschweiler.

Allee bei Göschweiler

Wintermorgen bei Göschweiler


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