06.02.2021

Dreisamfjord und Saharaluft

Eine außergewöhnliche Grenzwetterlage macht gerade Schlagzeilen. Irgendwo weit im Norden Deutschlands (von hier aus betrachtet) soll eine Luftmassengrenze mit extremen Temperaturgegensätzen für unwetterartige Schneefälle sorgen. Ich bin ein bisschen neidisch. Aber es ist mir immer noch lieber, wenn so ein Ereignis weit entfernt stattfindet, als wenn es hier ganz in der Nähe wäre und ich in der Eisregenzone sitzen würde, während die Landschaft 50km nördlich mit Schnee zugeschüttet wird.

Der Südwesten bekommt dagegen gerade einfach nur die volle Dröhnung Warmluft ab, direkt aus der Sahara ‐ einschließlich großer Mengen Saharastaub. Wenn ich jetzt gerade aus dem Fenster schaue, sehe ich einen bedeckten Himmel, der eine fast schon unheimliche Gelb-/Braun-Färbung aufweist. Die Landschaft sieht aus wie auf einem meiner Fotos von 2010, bevor ich diese fast alle neu bearbeitet habe, weil ich damals die Angewohnheit hatte, den Weißabgleich viel zu warm einzustellen und einem Großteil meiner Bilder einen kräftigen Gelb-Braun-Stich zu verpassen.

Heute Morgen war es noch nicht ganz so extrem, und am Himmel gab es noch Wolkenlücken, nachdem der Regen der letzten Warmfront in den Tälern genug Feuchtigkeit hinterlassen hatte, um endlich wieder ein Nebelmeer zu produzieren. Um dieses einzufangen, habe ich den Rosskopf bei Freiburg erstmals zu fotografischen Zwecken besucht.

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal


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