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07.02.2023

Kandel-Winter (und Freiburg analog)

Die ersehnte sonnige Wetterlage ist endlich da. Gut fürs Gemüt, allerdings nicht ganz so gut für Landschaftsfotos im Bergland. Der vorgestern frisch gefallene Schnee wird sich auf den Bäumen im Sonnenschein nicht lange halten können. Also musste ich ihn heute früh noch nutzen. Noch mal auf den Feldberg zu stapfen war mir zu anstrengend, deshalb habe ich es mir leicht gemacht und auf dem Kandel ein paar Schritte vom Parkplatz entfernt fotografiert. Es waren zwar "nur" minus 7 Grad, aber der kräftige Wind war ziemlich unangenehm. Auf dem Feldberg wäre das noch nerviger gewesen, vor allem da ich wie üblich völlig durchgeschwitzt oben angekommen wäre. Daher war ich zufrieden mit meiner Entscheidung für den Kandel, obwohl die Foto-Ausbeute nicht allzu reichhaltig war.

Winterlandschaft auf dem Kandel

Übrigens, für den Fall, dass sich jemand fragt, was eigentlich aus dem Film mit den Freiburg- und Basel-Bildern geworden ist: Die Freiburg-Bilder aus der ES II sind einwandfrei, die Basel-Bilder aus der Electro Spotmatic sind nicht vorhanden. Der Teil des Films, den ich mit dieser Kamera (vermeintlich) belichtet habe, ist einfach leer. Keine Ahnung, was da passiert ist. Der Film wurde korrekt transportiert, die Belichtungsmessung der Kamera funktioniert, der Verschluss öffnet sich (ohne Film getestet). Ich versuche jetzt mit einem zweiten Film und einem Test aller Aufnahmemodi dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Bis dahin hier noch ein Freiburg-Foto aus der Asahi Pentax ES II.

Freiburg, Gerberau von der Kaiser-Joseph-Straße aus gesehen


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05.02.2023

Sonntagmorgens in Basel

Wenn ich Angebot für ein gebrauchtes Pentax-Fotopaket zu einem guten Preis sehe, dann kann ich einfach nicht widerstehen. Selbst wenn ich die Sachen überhaupt nicht brauche. Ich sage mir dann immer: Ist doch kein Risiko dabei, ich kann die Sachen ohne Verlust weiterverkaufen. Aber ein Risiko besteht halt doch: Die Sachen könnten mir gefallen, so dass ich sie behalten will, und dann habe ich doch Geld für etwas ausgegeben, was ich nicht brauche.

Unter anderem für zwei alte Asahi-Pentax-Kameras, noch mit M42-Gewinde. Eine davon habe ich gestern früh in Freiburg getestet (weil der angetaute Altschnee im Hochschwarzwald nicht fototauglich war). Heute war die zweite dran. Da ich gestern schon in Freiburg fotografiert hatte, wollte ich ein bisschen Abwechslung, daher habe ich mein Fahrrad in den ersten Zug geladen und bin von Freiburg aus weiter nach Basel gefahren. Die Stadt ist viel schöner, als ich sie in Erinnerung hatte ‐ was vermutlich auch daran lag, dass sie an diesem Sonntagmorgen fast menschenleer war. Beste Bedingungen zum Fotografieren.

Und zum Glück hatte ich auch die digitale Kamera im Gepäck ‐ angesichts der Wolkenlücke, in der sich die Morgensonne gerade befand, als ich den Rhein erreichte. Leider befand sich vor der Kamera gerade ein Zoomobjektiv aus Analogzeiten (ebenfalls aus dem Fotopaket), das ich bei dieser Gelegenheit ebenfalls gleich getestet habe. Das Bild konnte ich noch einigermaßen retten, aber das Objektiv werde ich nicht noch mal benutzen: die Abbildungsleistung zum Rand hin ist eine Katastrophe, genau wie bei allen anderen alten Zooms, die ich bis dahin ausprobiert hatte.

Hier jedenfalls das Bild, mit dem ich trotzdem ziemlich zufrieden bin. Und jetzt wird der Film entwickelt.

Basel, Blick auf die Mittlere Brücke


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29.01.2023

Wintersonne, diesmal am Schauinsland

War es wirklich eine gute Idee, heute freiwillig auf das Nebelmeer zu verzichten, um nicht schon wieder dieselben Perspektiven vom Feldberg abzulichten? Schönes Wetter gab es jedenfalls auch am Schauinsland, der an diesem Sonntagmorgen in einer Hochnebellücke lag. Nur leider ein bisschen viele Leute, die morgens schon im Weg herumstanden und den Schnee zertrampelten ‐ die meisten davon ebenfalls mit Kamera. Aber das wäre auf dem Feldberg wahrscheinlich nicht anders gewesen.

Das war zumindest ein anständiger Abschluss des Foto-Januars. Mal schauen, was der Februar noch bringt - vielleicht auch in Hinterzarten endlich mal wieder ein paar Sonnenstunden (momentan immer noch Hochnebel). Dieser Januar war einer der trübsten Monate, die ich bisher in meiner sonst so sonnenverwöhnten Wahlheimat erlebt habe.

Wintermorgen bei Hofsgrund

Wintermorgen bei Hofsgrund

Wintermorgen bei Hofsgrund

Wintermorgen bei Hofsgrund

Wintermorgen bei Hofsgrund


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25.01.2023

Feldbergwinter, diesmal die erfreuliche Variante

Um 6 Uhr meldete der Feldberg Nebel, und die Strapazen vom Vorabend waren noch deutlich spürbar. Vielleicht doch besser einfach daheim bleiben? Nein, kommt nicht in Frage! Wenn ich diese Winterepisode noch fotografisch festhalten will, dann jetzt oder nie.

Ich musste übrigens doch keinen Parkschein lösen, habe einen der wenigen kostenfreien Parkplätze erwischt ‐ ein vielversprechender Beginn dieses Fotomorgens, so dass ich mich mit guter Hoffnung an den erneuten Aufstieg machte, diesmal von vorne auf gut ausgetretenen Wegen. Und heute hat es sich tatsächlich gelohnt, das war genau das Wetterfenster, auf das ich gewartet hatte. Hier die Bilder.

Wintermorgen auf dem Feldberg

Wintermorgen auf dem Feldberg

Wintermorgen auf dem Feldberg

Wintermorgen auf dem Feldberg

Wintermorgen auf dem Feldberg

Wintermorgen auf dem Feldberg

Wintermorgen auf dem Feldberg

Wintermorgen auf dem Feldberg

Wintermorgen auf dem Feldberg


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24.01.2023

Feldberg-Nebel-Flop

Schon vor über einer Woche ist der Winter im Hochschwarzwald zurückgekehrt. Ich war auch fest entschlossen, meine Foto-Pause zu diesem Anlass zu beenden und das Beste daraus zu machen. Aber es läuft derzeit einfach nicht. Zwei Versuche waren es letzte Woche: jeweils früh morgens bei klarem Himmel aufgebrochen, aber bis zum Sonnenaufgang war der Himmel voll mit tiefen Wolken. Kein einziges brauchbares Bild war dabei. Wobei man dieses analoge hier gerade noch durchgehen lassen kann:

Schluchsee, Blick nach Unterkrummen

Schon eine etwas ernüchternde Wetterlage. Schneedecke, Dauerfrost, aber einfach kein gutes Licht. Bis zu diesem Dienstagabend. Die Wolkendecke war endlich weit genug abgesunken, um den Feldberg zeitweise freizugeben. Auf den Webcams sah es zwar nicht danach aus, aber als ich eine Meldung der Feldberg-Wetterstation sah mit 53 Minuten Sonne innerhalb einer Stunde, habe ich sofort meine Sachen gepackt.

Auf den Feldberg ging es dann von Rinken aus über die Zastler Hütte in der Hoffnung auf hinüberschwappenden Nebel, der sich wie ein Wasserfall ins Zastler Loch ergießen und dabei auflösen würde. Hat nicht geklappt. Trotzdem habe ich unterwegs mehrmals angehalten und Fotos mit Schnee und Nebel gemacht, da ich nicht davon ausgehen konnte, dass der Gipfel wirklich nebelfrei war.

Leider war er es tatsächlich nicht. Aussicht gleich Null. Nun musste ich also in der einbrechenden Dämmerung zurück nach Rinken und wählte den kürzeren Weg über den Baldenweger Buck. Das war keine gute Idee. Dichter Nebel, Dunkelheit und verwehter Schnee, in den man immer wieder knietief einsinkt, das ist eine ziemlich blöde Kombination. Ich war noch nie so froh über mein Smartphone mit Komoot-Wanderkarte und GPS. Trotzdem war das die unangenehmste Wander-Erfahrung seit dem Rückweg vom Piz Güglia 2015. Und dann hat es sich fotografisch nicht mal gelohnt. Aber ich gebe mich noch nicht geschlagen, am kommenden Morgen besteht noch einmal die Chance. Und die muss ich nutzen, selbst wenn ich dafür meine eisernen Prinzipien über den Haufen werfen und einen Parkschein am Feldbergpass lösen muss ...

Hier noch die Bilder, die trotz allem entstanden sind.

Wald im Zastler Loch

Hütte auf dem Feldberg im Nebel


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09.01.2023

Schnee - es gibt ihn noch!

Zeit für eine kurze Unterbrechung meiner Foto-Pause, da auch der Winter seine Pause kurz unterbrochen hat. Aber wirklich nur ganz kurz. Ein kleines bisschen Schnee oberhalb 800m Höhe, der zwei Tage später wieder weggeregnet wird. Es fühlt sich nach dieser langen bis in höchste Lagen schneefreien Phase ein bisschen so an wie der erste Schnee der Saison. Der hält sich ja meistens auch nicht lange. Aber fallende Flocken sind immer schön.

Haus am Wald im Schneefall


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17.12.2022

Zeit für eine Pause?

Wie schon im letzten Beitrag angeklungen ist, macht mich die Fotografie in letzter Zeit nicht so wirklich glücklich. Es ist auch eine schwierige Jahreszeit gerade, selbst im höheren Bergland. Im Winter ist man völlig abhängig von den Launen des Wetters und fühlt sich dadurch leicht unter Druck gesetzt. Und dann kommt dazu womöglich noch so eine Extrem-Frustwetterlage wie diese Woche. Eine Luftmassengrenze über Baden-Württemberg mit Schneefall auf der einen und (gefrierendem) Regen auf der anderen Seite. Das ist zwar nichts Neues, aber dass diese Luftmassengrenze sich allmählich nach Süden bewegt, bis sich das Schneefallgebiet auf 10-20 km dem eigenen Wohnort angenähert hat, dann plötzlich anhält, noch 24 Stunden an genau dieser Position verharrt und schließlich den Geist aufgibt, bevor der Niederschlag schließlich endlich auch hier wieder in Schnee übergehen könnte ‐ da bekommt man doch das Gefühl, dass einem Petrus ganz persönlich eins reinwürgen will.

Jedenfalls bin ich dann heute früh ein Stück nach Norden gefahren auf die andere Seite der vorgestrigen Luftmassengrenze, wo die Schneelage besser war als hier. Da ihr in letzter Zeit schon genug Fehlentscheidungs-Storys hier ertragen musstet, erspare ich euch die heutige und zeige einfach die Bilder, die trotz allem noch entstanden sind, aufgenommen bei Schonach.

Von Anfang nächster Woche bis nach Weihnachten will der Winter wohl eine Pause einlegen. Mal schauen, was ich mache. Vielleicht wieder mehr Musik.

Winterlandschaft bei Schonach, Blick zum Gemeindehof

Judas-Thaddäus-Kapelle


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11.12.2022

Stadtschnee und Streiflicht

Es hat bis hinunter nach Freiburg geschneit. Dieses seltene Ereignis wollte ich natürlich festhalten und habe mir dafür den Wecker extra früh gestellt, um noch auf eine Alternative ausweichen zu können, falls die Stadt im Nebel stecken würde. Dabei musste ich wieder einmal die Erfahrung machen: Je mehr Zeit man sich nimmt, desto mehr Möglichkeiten hat man, es zu verkacken.

Auf der Fahrt durch das Dreisamtal sah es tatsächlich nach Nebel in Freiburg aus. Also habe ich mich spontan entschieden, auf den Schauinsland auszuweichen und den Nebel von oben abzulichten. Dort oben war dann allerdings zu erkennen, dass der Nebel die Stadt doch nicht bedeckte, sondern erst kurz dahinter anfing. Also doch wieder hinunter nach Freiburg. Unnötig Sprit verheizt und Zeit verloren ‐ schließlich hätte ich auch einfach nach Freiburg weiterfahren können, um zu schauen, ob es dort wirklich Nebel hat, und wenn ja, von dort aus auf den Schauinsland. Da wäre ich immer noch zu einer guten Zeit oben gewesen. Aber durch meine Kurzschlussentscheidung mit der Fahrt auf den Berg habe ich mich um die Möglichkeit gebracht, das hier in der blauen Stunde abzulichten. Das hätte besondere Bilder geben können.

Wintermorgen über Freiburg

Noch schmerzhafter fühlte es sich an, auf dem Kanonenplatz einen Fotografen zu sehen, der gerade dabei war, sein Stativ zusammenzupacken, und recht zufrieden wirkte ...

Es gab dann immerhin doch noch einen versöhnlichen Abschluss. Zum Sonnenaufgang breitete sich der Nebel über die Innenstadt aus und zog in Richtung Dreisamtal, was diese Stimmungen ermöglichte. Das sind auch besondere Bilder, glaube ich. Eigentlich kann ich damit mehr als zufrieden sein. Vielleicht erkenne ich den Wert der Bilder, wenn ich sie mir in ein paar Monaten wieder anschaue. Dass ich solche außergewöhnlichen Stimmungen einfangen konnte und mich trotzdem nicht richtig daran freuen kann, deutet vielleicht darauf hin, dass ich mir eine Pause vom Thema Fotografie gönnen sollte ...

Hier jedenfalls die Bilder.

Wintermorgen über Freiburg

Wintermorgen über Freiburg

Wintermorgen über Freiburg


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10.12.2022

Schneefall den ganzen Tag

Hach, ist das schön. Schneefall von morgens bis abends. Es hat zwar nicht stark geschneit, aber anhaltend, und es war ein Genuss, durch den weißen Schwarzwald zu fahren und zu spazieren. Die fotografische Ausbeute war nicht allzu ergiebig, aber egal, das Erlebnis war an diesem Tag wichtiger.

Rankmühle bei St. Märgen

Winter im Hexenloch

Und ein Film ist auch noch voll geworden, ebenfalls mit wenig brauchbarem Material, aber wenigstens ein Bild kann man schon mal zeigen.

Theehof


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09.12.2022

Späte erste Schneedecke

Auf die erste nennenswerte Schneedecke in Hinterzarten und ähnlichen Lagen im Schwarzwald musste man dieses Jahr bis zum 9. Dezember warten. So spät hatte ich das bisher noch nie erlebt, wobei das auch erst mein zehnter Winter in Schwarzwald ist (krass, doch schon so viele). Ein Foto zur Dokumentation, nicht aus Hinterzarten, aber in der Nähe (Schwärzenbach bei Neustadt).

Schwärzenbach-Hochebene


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