Nebel

Spätherbstliches Elbtal im Spiegel

20.11.2009
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Wenn die Natur schon auf Winter eingestellt ist, die Wetterlage aber auf Südwest steht, so das der Winter weit und breit nicht in Sicht ist, dann hat man als Landschaftsfotograf nicht allzu viele Möglichkeiten. Bäume und Wiesen sind zu dieser Jahreszeit nicht allzu fotogen… Da bieten sich Wasser und Felsen noch am ehesten als Fotomotive an.

Hier also einige Eindrücke entlang der Elbe im Elbsandsteingebirge bei Altweibersommerwetter im November.

Sonnenaufgang bei böhmischem Wind

Nur die halbe Nacht lang war der Himmel klar, doch dass reichte, dass sich über dem Böhmischen Becken Hochnebel bilden konnte, der mit der Annäherung des nächsten Tiefs am Morgen wieder einmal vom Wind über den Erzgebirgskamm geblasen wurde. Dazu ein paar Eindrücke vom Kahleberg.

Auf dem Panorama ist zu sehen, wie der Nebel auf beiden Seiten am Berg vorbei fließt, der durch seine Höhe oft ein Hindernis für den böhmischen Nebel darstellt.

Zinnwald nach gefrierendem Nebel, Eisregen und Schneefall

Der böhmische Wind hatte Zinnwald zwei Tage lang gefrierenden Nebel beschert. Dann kam die Warmfront an, konnte aber die kalte Luft nicht ausräumen, so dass sich die mildere Lutf in der Höhe breitmachte und im Osterzgebirge am 2. 11. bei Dauerfrost recht ergiebiger Regen (mindestens 16mm) fiel. Nachts ging dieser endlich in Schnee über, aber am folgenden Morgen wurde daraus wieder Sprühregen, selbstverständlich immer noch bei Frost.

Zinnwald an diesem Morgen – die Bilder sprechen für sich:

Böhmischer Wind – Wetterkontraste im Osterzgebirge

Ein Wetterumschwung steht an. Das Mitteleuropa-Hoch wird nach Osten abgedrängt, von Westen nähert sich ein Tief: das ist die Konstellation, die den böhmischen Wind auslöst, der kräftig von Süden über das Erzgebirge bläst.
Im Winterhalbjahr bedeuten Hochdruckgebiete über Mitteleuropa oft graues Wetter mit hartnäckigem Nebel oder Hochnebel. Das Böhmische Becken ist darüf besonders anfällig. Wenn der böhmische Wind aufkommt, wird der dort liegende Hochnebel über den Erzgebirgskamm gedrückt, was auf engstem Raum zu völlig gegensätzlichen Wetterverhältnissen führen kann. Eine typische Böhmwind-Wetterlage gab es am 1. 11. 2009, dazu nun einige Bilder.

Zinnwald-Georgenfeld präsentiert sich winterlich durch Nebel und Dauerfrost.

Was aussieht wie eine geschlossene Schneedecke auf der Straße, ist von den Bäumen gefallenes Eis.

Die Natur ist inzwischen ganz auf Winter eingestellt. Dieser Baum, der noch vor zwei Wochen in sommerlichem Grün dem Wintereinbruch getrotzt hatte, hat sein Laub inzwischen abgeworfen.

Seit zwei Tagen lautet die Standardmeldung der Wetterstation „Nebel mit Raueis“ bei etwa -4°C, was deutliche Spuren hinterlässt.

2,5km entfernt auf dem Kahleberg ist ein faszinierendes Wechselspiel aus Nebel und Sonne zu beobachten. Die Lichtverhältnisse ändern sich im Sekundentakt. So hübsches Fotolicht zur Mittagszeit könnte man öfter gebrauchen …

Die Nebelschwaden gelangen bis zum Galgenteich, dem oberen der beiden Altenberger Trinkwasserspeicher.

Am gegenüberliegenden Ufer: so ein Wellengang ist an einem so kleinen See nicht gerade alltäglich.

Trotzdem konnte sich an windgeschützten Stellen Eis bilden.

Am unteren Speichersee, ebenfalls mit Eis:

Bei klarem Wetter blickt man hier zum Kahleberg …

In Altenberg ist das Wetter zweigeteilt, die Grenze zwischen Nebel und Sonnenschein verläuft mitten durch die Stadt.

Am nordwestlichen Ortsrand von Altenberg kommt der Nebel nicht an. Man kann dabei zuschauen, wie er über den Geisingberg fließt, und das abgesehen vom Wind bei herrlichem Spätherbstwetter.

Zum Abschluss noch eine windige Abendstimmung mit im Hintergrund vorbeifließendem böhmischem Nebel.

Am darauffolgenden Morgen ist es vorbei mit den schönen Stimmungen. Die Warmfront ist angekommen und bringt Eisregen – damit wird es auch dort, wo es gestern noch schön sonnig war, richtig ungemütlich …

Winterstimmungen im Oktober

Nach dem Wintereinbruch dauerte es in den Kammlagen des Osterzgebirges noch etwas, bis der Schnee richtig zu tauen begann. So reichte es noch zu einem winterlichen Sonnenuntergang auf dem Kahleberg …

… und am folgenden Morgen zu einer ebensolchen Morgenstimmung einschließlich Nebelmeer bei Cínovec.

Herbstimpressionen von der Schwäbischen Alb

Eine Woche in der alten Heimat und immerhin zweimal fotogenes Wetter am Morgen …

Aussichten über dem Filstal bei Deggingen / Bad Ditzenbach am 5. 10.:

Der 7. 10. war ein ungewöhnlich warmer Oktobertag. In Südbaden wurde es bis zu 31 Grad heiß, auf der Alb reichte es immerhin für sommerliche 25. Schon der Morgen fühlte sich sommerlich mild an, dennoch hatte sich im Blautal herbstlicher Nebel gebildet.

Fláje

28.09.2009
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Noch einmal ging es morgens mit dem geliehenen Auto auf Fototour, diesmal in der Umgebung der Talsperre Fláje. Die letzten 2 km ließen sich nur zu Fuß zurücklegen, und die Wege waren teilweise hüfthoch zugewachsen, aber der Blick über die nebligen Täler von einem kaum bekannten Aussichtspunkt aus war die Mühe wert.

Zum Abschluss noch die Staumauer der Talsperre Fláje im sich gerade auflösenden Nebel:

Stropník und Dlouhá Louka

Nochmal das Auto ausgenutzt, um einen Sonnenaufgang am besten Standort, den das Osterzgebirge zu diesem Zweck zu bieten hat, aufzunehmen. Die Stimmung wurde leider durch Kondensstreifen getrübt, aber die Aussicht vom Stropník ist einfach immer sehenswert.

Danach entstanden noch einige Aufnahmen von den Teichen um Dlouhá Louka.

Rathewalde und Hohburkersdorfer Rundblick – Nebelstimmungen

Eigentlich war mein Ziel an diesem Morgen die Bastei gewesen, aber diese lag im Nebel. Vom Hohburkersdorfer Rundblick auf einer Höhe von knapp 400m ließ sich die Nebeldecke überblicken.

Als sich der Nebel aufzulösen begann, waren schwach ausgeprägte Nebelbögen zu beobachten.

Mückenberg (Komáří hůrka)

14.08.2009
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Beim Anblick dieser Morgenstimmung war der vorherige Sturz vom Fahrrad, nach welchem ich die rechte Schulter einige Tage nicht normal bewegen konnte, fast vergessen …

…und in diesem Moment war er es ganz: „Böhmischer Nebel“ mal andersrum, ein seltener Anblick. Hochnebel, der aus dem Böhmischen Becken von Wind über den Erzgebirgskamm getrieben wird, kommt im Winterhalbjahr häufig vor. Dass der Nebel, wie auf diesem Bild zu sehen, von Sachsen her über den Kamm schwappt, ist dagegen ein außergewöhnliches Ereignis.

Noch eine Impression vom Rückweg, nahe der ehemaligen Ortslage Vorderzinnwald: