Herbst

Spätherbstabend bei Somsdorf

21.11.2009
Kategorie: Allgemein; Tags: , , ,

Abendstimmung nach einem trüben Tag …

Spätherbstliches Elbtal im Spiegel

20.11.2009
Kategorie: Allgemein; Tags: , , , ,

Wenn die Natur schon auf Winter eingestellt ist, die Wetterlage aber auf Südwest steht, so das der Winter weit und breit nicht in Sicht ist, dann hat man als Landschaftsfotograf nicht allzu viele Möglichkeiten. Bäume und Wiesen sind zu dieser Jahreszeit nicht allzu fotogen… Da bieten sich Wasser und Felsen noch am ehesten als Fotomotive an.

Hier also einige Eindrücke entlang der Elbe im Elbsandsteingebirge bei Altweibersommerwetter im November.

Spätherbstmorgen am Restsee …

15.11.2009
Kategorie: Allgemein; Tags: , , , ,

… der Bielatal-Spülkippe bei Altenberg

Sonnenaufgang bei böhmischem Wind

Nur die halbe Nacht lang war der Himmel klar, doch dass reichte, dass sich über dem Böhmischen Becken Hochnebel bilden konnte, der mit der Annäherung des nächsten Tiefs am Morgen wieder einmal vom Wind über den Erzgebirgskamm geblasen wurde. Dazu ein paar Eindrücke vom Kahleberg.

Auf dem Panorama ist zu sehen, wie der Nebel auf beiden Seiten am Berg vorbei fließt, der durch seine Höhe oft ein Hindernis für den böhmischen Nebel darstellt.

Trebnitzgrund

09.11.2009
Kategorie: Allgemein; Tags: , , ,

Die Trebnitz, ein Zufluss der Müglitz, ist mit einer Länge von gut 12 km einer der längsten naturnahen und unverbauten Bachläufe Sachsens. Die Quellen bei Liebenau liegen 580m und 620m hoch, auf einer Höhe von 280m mündet der Bach in Schlottwitz in die Müglitz. Im Frühling ist das beschauliche Flusstal eine Attraktion für Blumen- und Vogelfreunde, doch auch im Herbst lohnt sich ein Ausflug dorthin.

Die ersten 7 Bilder sind am 26. 10. 2009 entstanden und zeigen die obere Hälfte des Tales. Die weiteren Bilder sind am 9. 11. aufgenommen, als die Bäume ihr Laub schon größtenteils abgeworfen hatten.

Text der Infotafel zum folgenden Bild:
Froschtümpel
In dem leider vor einigen Jahren abgebrannten Blockhaus wohnte einst Revierförster Berthold, der sich sehr um die Natur des Trebnitzgrundes verdient gemacht hat. Dieser von ihm angelegte Tümpel ist in jedem Frühjahr für einige Tage der Anziehungspunkt für hunderte paarungswilliger Grasfrösche. Aus den dicken Laichballen entwickeln sich Kaulquappen und später wieder Frösche, die falls sie nicht zur Nahrung von Ringelnattern, Kreuzottern oder Störchen werden, später zu diesem Tümpel zurückkehren. Frösche vertilgen im Laufe ihres Lebens große Mengen an Fliegen, Mücken und anderen Insekten, verhindern somit auch Massenvermehrungen von Schädlingen. In einem gesunden Waldökosystem sind alle Tier- und Pflanzenarten so aufeinander abgestimmt, dass keine Art auf Kosten anderer überhand nehmen kann.

Text der Infotafel zum folgenden Bild:
Die alte, historische Steinbrücke über den Trebnitzbach wurde früher für den Kirschsteig genutzt, der von Neudörfel durch den Trebnitzgrund nach Liebenau führte. Neudörfel gehörte damals zur Kirchengemeinde Liebenau. Da 1477 die erste urkundliche Erwähnung von Neudörfel ist, kann davon ausgegangen werden, dass damals schon eine Brücke aus Holz bestand. Durch Hochwasser der Trebnitz und durch Witterungseinflüsse wurde der Übergang oftmals beschädigt oder weggerissen. Aus diesen Gründen baute man eine feste Steinbrücke, damit die Kirchgänger trockenen Fußes nach Liebenau gehen konnten. Als 1555 Neudörfel zur Kirchengemeinde Dittersdorf kam, wurde die Steinbrücke nur noch als Kommunikationsweg genutzt. Dieser Weg war damals die einzige Verbindung von Liebstadt über Berthelsdorf, Neudörfel in das Müglitztal. Im Laufe der Jahre ist die alte, historische Steinbrücke verfallen. Sie wurde nun im Oktober 1999 von der Baufirma Zimmermann/ Glashütte, nach alten Vorlagen restauriert.

Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt des Treblitzgrundes auf osterzgebirge.org

Zinnwald nach gefrierendem Nebel, Eisregen und Schneefall

Der böhmische Wind hatte Zinnwald zwei Tage lang gefrierenden Nebel beschert. Dann kam die Warmfront an, konnte aber die kalte Luft nicht ausräumen, so dass sich die mildere Lutf in der Höhe breitmachte und im Osterzgebirge am 2. 11. bei Dauerfrost recht ergiebiger Regen (mindestens 16mm) fiel. Nachts ging dieser endlich in Schnee über, aber am folgenden Morgen wurde daraus wieder Sprühregen, selbstverständlich immer noch bei Frost.

Zinnwald an diesem Morgen – die Bilder sprechen für sich:

Böhmischer Wind – Wetterkontraste im Osterzgebirge

Ein Wetterumschwung steht an. Das Mitteleuropa-Hoch wird nach Osten abgedrängt, von Westen nähert sich ein Tief: das ist die Konstellation, die den böhmischen Wind auslöst, der kräftig von Süden über das Erzgebirge bläst.
Im Winterhalbjahr bedeuten Hochdruckgebiete über Mitteleuropa oft graues Wetter mit hartnäckigem Nebel oder Hochnebel. Das Böhmische Becken ist darüf besonders anfällig. Wenn der böhmische Wind aufkommt, wird der dort liegende Hochnebel über den Erzgebirgskamm gedrückt, was auf engstem Raum zu völlig gegensätzlichen Wetterverhältnissen führen kann. Eine typische Böhmwind-Wetterlage gab es am 1. 11. 2009, dazu nun einige Bilder.

Zinnwald-Georgenfeld präsentiert sich winterlich durch Nebel und Dauerfrost.

Was aussieht wie eine geschlossene Schneedecke auf der Straße, ist von den Bäumen gefallenes Eis.

Die Natur ist inzwischen ganz auf Winter eingestellt. Dieser Baum, der noch vor zwei Wochen in sommerlichem Grün dem Wintereinbruch getrotzt hatte, hat sein Laub inzwischen abgeworfen.

Seit zwei Tagen lautet die Standardmeldung der Wetterstation „Nebel mit Raueis“ bei etwa -4°C, was deutliche Spuren hinterlässt.

2,5km entfernt auf dem Kahleberg ist ein faszinierendes Wechselspiel aus Nebel und Sonne zu beobachten. Die Lichtverhältnisse ändern sich im Sekundentakt. So hübsches Fotolicht zur Mittagszeit könnte man öfter gebrauchen …

Die Nebelschwaden gelangen bis zum Galgenteich, dem oberen der beiden Altenberger Trinkwasserspeicher.

Am gegenüberliegenden Ufer: so ein Wellengang ist an einem so kleinen See nicht gerade alltäglich.

Trotzdem konnte sich an windgeschützten Stellen Eis bilden.

Am unteren Speichersee, ebenfalls mit Eis:

Bei klarem Wetter blickt man hier zum Kahleberg …

In Altenberg ist das Wetter zweigeteilt, die Grenze zwischen Nebel und Sonnenschein verläuft mitten durch die Stadt.

Am nordwestlichen Ortsrand von Altenberg kommt der Nebel nicht an. Man kann dabei zuschauen, wie er über den Geisingberg fließt, und das abgesehen vom Wind bei herrlichem Spätherbstwetter.

Zum Abschluss noch eine windige Abendstimmung mit im Hintergrund vorbeifließendem böhmischem Nebel.

Am darauffolgenden Morgen ist es vorbei mit den schönen Stimmungen. Die Warmfront ist angekommen und bringt Eisregen – damit wird es auch dort, wo es gestern noch schön sonnig war, richtig ungemütlich …

Winterstimmungen im Oktober

Nach dem Wintereinbruch dauerte es in den Kammlagen des Osterzgebirges noch etwas, bis der Schnee richtig zu tauen begann. So reichte es noch zu einem winterlichen Sonnenuntergang auf dem Kahleberg …

… und am folgenden Morgen zu einer ebensolchen Morgenstimmung einschließlich Nebelmeer bei Cínovec.

Wintereinbruch im Osterzgebirge

Der Oktober 2009 ist ein Monat der Extreme. Nachdem in der ersten Woche im Südwesten Deutschlands noch Rekordtemperaturen bis zu 31°C gemessen wurden, stellt sich die Wetterlage nur wenige Tage später außerordentlich wirkungsvoll um. Zwischen einem Tief über der Ostsee und einem Hoch über dem Atlantik strömt arktische Luft ungehindert nach Mitteleuropa. Nun kann die Westhälfte Deutschlands Kälterekorde registrieren: sie liegt im Einflussbereich des Hochs, was für frostige Nächte sorgt. Weiter östlich ist das Tief wetterwirksam und tobt sich nirgends sonst in Deutschland so gründlich aus wie im Osterzgebirge.

Am Montag, 12. 10., mischen sich nachmittags in Altenberg (750m ü.M.) die ersten Flocken in den Regen. Am darauffolgenden Morgen präsentieren sich die höchsten Lagen des Osterzgebirges oberhalb etwa 850m immerhin schon angezuckert.

Am 14. 10. liegt auch in Altenberg Schnee.

Nachmittags setzt erneut Schneefall ein, bis zum Abend hat sich die Schneelage noch etwas verbessert …

… und dieser Schneefall ist sehr ausdauernd und ergiebig. Die Schneedecke wächst immer weiter an. Am 15. 10. zeigt sich das Osterzgebirge wie im tiefsten Winter. Zinnwald meldet am Mittag 24cm Schnee – 7cm mehr als auf dem Fichtelberg.

Am Freitagmorgen, 16. 10., liegen in Zinnwald 42cm Schnee, mehr als auf allen deutschen Mittelgebirgsgipfeln. Der Schneefall klingt vorübergehend ab und hinterlässt eine Winterlandschaft, wie man sie sich zu Weihnachten wünscht, aber niemals im Oktober erwarten würde – seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Zinnwald ist eine solche Schneehöhe Mitte Oktober noch nie vorgekommen.

Die Schneeverhältnisse sind auch in tieferen Lagen beachtlich. So liegen an diesem Morgen in Rosenthal-Bielatal (460m) 23cm Schnee, in Dippoldiswalde-Reinberg (350m) sind es 12cm.
Welche Rolle der Staueffekt bei dieser Wetterlage gespielt hat, erkennt man daran, dass das Böhmische Mittelgebirge kaum Schnee abbekommen hat. So hat die Station Milešovka (837m), nur etwa 20km südlich vom Erzgebirgskamm gelegen, am Freitagmorgen gerade einmal 4cm Schnee zu melden.

Eine Warmfront beendet dann allerdings den Frühwinter im Tiefland. Tauwetter setzt zunächst in den tieferen Lagen ein …

… und setzt sich im Lauf des Tages bis in die Kammlagen durch. Dort fällt zwar erneut Schnee, aber die Temperatur steigt über den Gefrierpunkt. So sackt die Schneedecke in Zinnwald von zwischenzeitlich 43cm bis zum Morgen des 17. 10. auf 33cm zusammen.

Die Schneefallgrenze liegt nun zwar wieder etwas tiefer, aber der Höhepunkt des Herbstwinters ist vorüber. Am 17. 10. steckt das Osterzgebirge oft in den Wolken, und es schneit immer wieder, wobei die Temperaturen in den Kammlagen um den Gefrierpunkt liegen. Für viel Neuschnee reicht es allerdings nicht mehr.
Impressionen von einer Winterwanderung:

Am folgenden Sonntag, 18. 10., verhält sich das Wetter ähnlich. Die Schneedecke in Zinnwald ist wieder immerhin 37cm hoch, mittlerweile haben aber Fichtelberg und Brocken mehr zu bieten.

Eindrücke vom Sonntagabend nach einem der letzten Schneeschauer auf dem Kahleberg, wo es durch die Höhe von 905m und die nordexponierte Lage insgesamt besonders viel geschneit hat:

Am Morgen des 19. 10. sind noch ab einer Höhe von etwa 400m Schneereste zu finden, oberhalb 500m ist die Landschaft schneebedeckt. Tagsüber beginnt sich die weiße Pracht im Sonnenlicht zu verflüchtigen – Tauwetter von der angenehmen Sorte.

So kommen nach einer Woche Winter mitten im Herbst Frühlingsgefühle auf. Das Schöne daran: auf diesen gefühlten Frühling wird kein Sommer, sondern der eigentliche Winter folgen …

Herbstimpressionen von der Schwäbischen Alb

Eine Woche in der alten Heimat und immerhin zweimal fotogenes Wetter am Morgen …

Aussichten über dem Filstal bei Deggingen / Bad Ditzenbach am 5. 10.:

Der 7. 10. war ein ungewöhnlich warmer Oktobertag. In Südbaden wurde es bis zu 31 Grad heiß, auf der Alb reichte es immerhin für sommerliche 25. Schon der Morgen fühlte sich sommerlich mild an, dennoch hatte sich im Blautal herbstlicher Nebel gebildet.