Spätwintermorgen

Eine Woche Winterwetter hatte der Januar gebracht. Dann war es vorbei, zumindest im Süden abseits der höchsten Berglagen. Der „Winter“ 2015/16 wird hier dem Rekord-Mildwinter 2006/07 in der Statistik ernsthafte Konkurrenz machen. Zum Glück ist der Februar – wie schon letztes Jahr der November – kurz vor seinem Ende noch zur Vernunft gekommen und hat zumindest den Hochlagen der Alb noch eine fototaugliche Winterwetterlage gebracht.

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Messelstein-Aussicht bei bestem Winterwetter

Da war sie, eine dieser seltenen Wetterlagen, bei denen sich nördlich statt südlich der Alb der Nebel hält. Leider bin ich erst abends zum Fotografieren gekommen, als dieser sich schon weitgehend aufgelöst hatte. Daheim in Bermaringen war die Landschaft zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr besonders fotogen. Die Sonne hatte den Schnee auf den Bäumen komplett weggebrutzelt. Auf den Höhen der Ostalb nördlich von Geislingen war es dagegen den ganzen Tag frostig und längere Zeit neblig gewesen, dadurch präsentierte sich die Landschaft noch komplett in Weiß. Also stattete ich dem Messelstein einen Besuch ab, einem Felsen oberhalb von Donzdorf mit schöner Aussicht, aber ein Stück entfernt vom nächsten Parkplatz, was den Vorteil hatte, dass der Schnee dort noch nicht zertrampelt war, obwohl er schon einige Tage alt war.

Es fühlte sich gut an, an diesem Abend einerseits zu erkennen: Der Winter kann es noch. Und andererseits: Ich selbst habe es auch noch nicht verlernt – also genau den richtigen Ort zur richtigen Zeit zu treffen – obwohl ich in den vergangenen Monaten kaum zum Fotografieren gekommen bin.

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Sonnenaufgang auf dem Hohenneuffen

Da liegt endlich mal Schnee, und dann will sich die Sonne für die Fotos nicht zeigen. Gut, sie kam fast überall durch, nur nicht auf der Alb, weil die fast vollständig unter einer Hochnebeldecke lag. Nördlich und südlich davon war der Himmel klar, aber die Schneelage schlechter. Mit der Burg Hohenneuffen habe ich aber doch noch ein Plätzchen für die Bilder dieses winterlichen Sonnenaufgangs gefunden.

Hohenneuffen, 18. 1. 2016

Hohenneuffen, 18. 1. 2016

Hohenneuffen, 18. 1. 2016

Es gibt ihn noch!

Was war das für ein Dezember!

Für einen wetter-, foto- und schneebegeisterten Menschen gehört es zumindest zu dieser Jahreszeit zur täglichen Routine, die Wetterkarten und Prognosediagramme zu studieren und bei zu mildem Wetter die Chance auf eine baldige Wetterbesserung abzuschätzen. In diesem Monat kam man sich dabei vor wie in einem surrealen Film. Das war die wohl hartnäckigste, eingefahrenste, aussichtsloseste Extrem-Mildwetterlage, seit es elektronische Vorhersagemodelle gibt. Jeden Tag das gleiche Bild: Ein Kälteeinbruch war sowieso immer ausgeschlossen, selbst ein Absinken der Temperaturen auf für die Jahreszeit normale Werte schien für einen Zeitraum von zwei Wochen meistens so gut wie unmöglich. Irgendwann habe ich gelernt, die Logik der Fantasy-Welt dieses surrealen Films zu akzeptieren und einfach den Sonnenschein und die Frühlingstemperaturen zu genießen. Das wurde dadurch erleichtert, dass es keinen Grund gab, neidisch auf die Hochlagen der Alpen zu schauen, denn auch die hatten in den besiedelten Gebieten (also bis knapp über 2000m) nirgends nennenswerten Schnee.

Doch dann geschah das Wunder in den ersten Tagen des neuen Jahres: Es begann eine Umstellung der Großwetterlage, wovon vorerst nur die Nordosthälfte Deutschlands profitierte, aber ab der Monatsmitte endlich auch der Süden. Hier die Eindrücke vom ersten zaghaften Vorstoß des Winters auf der Alb:

Westerheim, 14. 1. 2016

Westerheim, 14. 1. 2016

Westerheim, 14. 1. 2016

Klifflinie und Nebel-Molassemeer

Ein Versuch, die Landschaft so zu zeigen, wie sie vor 17 Millionen Jahren ausgesehen hat, als das Molassemeer die heutige Flächenalb bedeckte. Nicht ganz authentisch, weil das Meer nicht bis ans Ufer reicht und Offshore-Windparks damals noch nicht üblich waren.

Temmenhausen, 3. 11. 2015

Temmenhausen, 3. 11. 2015

Anschließend auf der Fahrt nach Ulm: Unterwasserbilder. Wollte ich auch schon lange mal machen.

Tomerdingen, 3. 11. 2015

Tomerdingen, 3. 11. 2015

Sonntagmorgen im November

Da ich die Beiträge aus diesem Herbst bedingt durch den Festplattencrash erst mit einiger zeitlicher Verzögerung erstellen konnte, kann ich nicht mehr genau nachvollziehen, was der Grund dafür war, dass ich im ganzen Oktober keine Bilder gemacht habe. Ich meine mich zu erinnern, dass das Wetter äußerst öde war. Viel Tiefdruckeinfluss und wenig Sonne, aber trotzdem kaum Regen, und wenn es Nebel gab, dann lag die Obergrenze zu hoch. Der November versuchte es besser zu machen. Er brachte zwar meinem Wohnort vorerst auch keinen Sonnenschein, aber der Nebel reichte nur noch bis 850m Höhe, so dass es wieder möglich war, auf der Mittleren Alb darüber zu kommen, z. B. bei Donnstetten.

Donnstetten, 1. 11. 2015

Donnstetten, 1. 11. 2015

Donnstetten, 1. 11. 2015

Limburg mit zu wenig Nebel

Bei allen Vorzügen der Schwäbischen Alb: Einige gravierende Nachteile für Landschaftsfotografen hat sie leider auch. Der steil abfallende Nordrand bietet natürlich spektakuläre Ausblicke. Blöderweise gehört aber das württembergische Tiefland, das man von dort überblicken kann, zu den nebelärmsten Gebieten in Deutschland, während die Donauregion südlich der Alb in der Nebelstatistik ganz oben steht. Wäre es umgekehrt, dann könnte man vom Albtrauf Richtung Norden ständig wunderschöne Nebelmeere fotografieren. Nach Süden gibt es dagegen keine exponierten Aussichtspunkte, die hoch genug liegen für eine durchschnittliche Inversionswetterlage. Wenn es ausnahmsweise doch mal eine Inversion gibt, bei der auch das Gebiet nördlich der Alb unter der Nebeldecke versinkt, dann liegt die Obergrenze zu hoch für „meine“ Aussichtspunkte auf der Mittleren Alb, nur die höchsten Erhebungen weiter im Westen taugen dann noch für Fotos. (Das sind dann die Tage, an denen die Burg Hohenzollern gerade noch aus dem Nebel herausschaut und sich Horden von teils weit hergereisten Landschaftsfotografen auf dem Zeller Horn auf die Füße treten.)

Auch an diesem Morgen hat mich die erhoffte Inversionswetterlage am Albtrauf wie gewohnt enttäuscht. Vom Breitenstein aus wären die Bilder stinklangweilig geworden, also versuchte ich etwas näher an die Nebelgrenze heranzukommen und stieg auf die Limburg bei Weilheim – natürlich schon zu spät für den Sonnenaufgang. Und immer noch mit zu wenig Nebel. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, irgendwann in den nächsten zwei Jahren wird doch wenigstens einmal eine passende Wetterlage drin sein …

Limburg (Weilheim), 21. 9. 2015

Es ist Herbst

September, ein schöner Monat für die Landschaftsfotografie auf der Alb. Es gibt in der Regel genug Gelegenheiten für Bilder mit Frühnebel, aber noch nicht die deprimierenden ganztägig grauen Donauhochnebel-Wetterlagen. An diesem Morgen bin ich zwei Dörfer weiter nach Wippingen gefahren, wo man einen weiten Blick über Ulm hinweg hat, um mir einen Überblick über die Nebelsituation im Donautal zu verschaffen und mich für ein geeignetes Fotoziel zu entscheiden. Angesichts der Nebelsituation vor Ort blieb ich einfach gleich da.

Wippingen, 19. 9. 2015

Wippingen, 19. 9. 2015

Wippingen, 19. 9. 2015

Wippingen, 19. 9. 2015

Wippingen, 19. 9. 2015

Zeitgleich mit dem Sonnenaufgang verschluckte der Nebel meinen Standort. Ich hatte aber noch keine Lust, den Fotoausflug zu beenden, also stattete ich dem nahegelegenen Nägelesfels noch einen Besuch ab.

Nägelesfels bei Wippingen, 19. 9. 2015

Nägelesfels bei Wippingen, 19. 9. 2015