Perfekter Nebelmorgen über Blaubeuren

Das Gewitter am vorigen Abend war so heftig gewesen, dass an diesem Morgen im Wald immer noch Hagelreste zu finden waren. In der Folge des Unwetters lag in den betroffenen Tälern noch so viel Feuchtigkeit, dass diese sich über Nacht komplett mit Nebel füllten, so auch der Blaubeurer Talkessel. Ich hatte schon lange darauf gehofft, vom Blaufelsen einmal Bilder machen zu können, auf denen man über den Nebel schauen kann, aber keine Häuser und Straßen sieht. Dass das tatsächlich klappen könnte, damit hatte ich aber nicht wirklich gerechnet, denn der Talkessel ist bis zum Rand verbaut, teils auch noch unten an den Hängen. Dieser Morgen war einer dieser seltenen Glücksfälle, dass wirklich alles genau gepasst hat. Und der Nebel blieb lange genug erhalten, um meine Speicherkarte mit Stimmungsbildern gut zu füllen. Mein bisheriges Foto-Highlight des Jahres 2018.

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Blaubeuren, 25. 5. 2018

Feuchtes Trockental

Nach meiner Zeit im Schwarzwald fehlt mir auf der Alb oft das Wasser. Bäche sind hier Mangelware, und die Trockentäler sind fotografisch nicht so einfach in Szene zu setzen. Außer an manchen Sommertagen, an denen sie so ausgiebig von oben bewässert werden, dass die Feuchtigkeit auch hinterher noch auf Fotos zu sehen ist. Hier ein Blick über das Kleine Lautertal (im trockenen Bereich oberhalb der Lauterquelle) bei Bermaringen. Diesen Aussichtspunkt besuche ich sonst bevorzugt in der ersten Aprilhälfte, um die dort reichlich blühenden Küchenschellen zu bewundern, in der Regel aber keine brauchbaren Fotos davon zu machen.

Bermaringen, 24. 5. 2018

Feuer und Wasser

Eine gewittrige Wetterlage und sehr vielversprechende Radar- und Satellitenbilder am Abend für den Albtrauf. Also machte ich mich auf den Weg, wie in der vorigen Woche wieder nach Erkenbrechtsweiler, in der Hoffnung auf eine spektakuläre Abendstimmung von einem der dortigen Aussichtspunkte. Dort befand ich mich allerdings genau unter dem Gewitter, der Fußweg wäre zu riskant gewesen. Also fuhr ich weiter, um an den Rand der Zelle zu kommen. Dieser Fotoausflug entwickelte sich zu einer Chasingtour, die mich bis nach Nürtingen führte – ein ganzes Stück weiter, als ich sonst an einem Abend oder Morgen zu fahren bereit bin. Dort erreichte ich tatsächlich den Rand der Gewitterwolke, weit genug entfernt vom Kern, um nicht damit rechnen zu müssen, dass mich der Blitz erschlägt. Allerdings stand ich immer noch im Regen. Für die Bilder war das nicht schlecht: Das fallende Wasser verschleierte zwar die Strukturen der Wolken, aber leuchtete dafür großflächig feuerrot im Licht der untergehenden Sonne. Ein wenig anstrengend waren vor allem die Bemühungen, die Kamera halbwegs trocken zu halten, denn das ist ein entscheidender Nachteil gegenüber meiner alten Pentax: Die GX80 ist nicht abgedichtet. Aber sie hat es überlebt.

Nürtingen, 21. 5. 2018

Nürtingen, 21. 5. 2018

Nürtingen, 21. 5. 2018

Nürtingen, 21. 5. 2018

Nürtingen, 21. 5. 2018

Nürtingen, 21. 5. 2018

Offtopic: Matthias Weiss in Kornwestheim

Konzertfotografie in einem Landschaftsfotoblog? Warum das?

Nachdem ich am Dienstag zuvor Bodo Wartke live in München gesehen hatte, hatte ich am darauffolgenden Wochenende den Gedanken, dass ich so etwas öfter brauche. Da fiel mir ein, ich hatte da doch neulich so einen virtuos Klavier spielenden Liedermacher entdeckt. Matthias Weiss – mal schauen, wo tritt der den in nächster Zeit auf? Oh! Der nächste Auftritt mit seinem Programm – und der einzige im Südwesten in den nächsten Monaten – ist heute abend! In Kornwestheim. Also einen ganz spontanen Ausflug gemacht. Es hat sich gelohnt.

Da dieser Künstler noch nicht über die Bekanntheit verfügt, die ihm meiner Ansicht nach zusteht, möchte ich an die Musikkabarettfreunde, die hier eventuell hereinschauen, eine Empfehlung abgeben: Wenn ihr die Gelegenheit habt, Matthias Weiss live zu sehen, nutzt sie. OK, ich habe jetzt auch nicht gerade die Reichweite, um in der Hinsicht etwas zu bewirken, und kann hier nur ein Bild und keine Tonaufnahmen zeigen. Aber ich tue es trotzdem, einfach aus Prinzip zur Unterstützung guter Künstler. Bei Youtube gibt es auch ein paar Beiträge zu sehen.

Matthias Weiss in Kornwestheim, 19. 5. 2018

Blick vom Brucker Fels

In der Umgebung von Erkenbrechtsweiler liegen einige prominente Aussichtspunkte. Am bekanntesten dürfte die Burg Hohenneuffen sein. Mir gefallen aber die unverbauten Felsaussichten besser, wie der Beurener Fels, den ich schon einmal im Winter besucht hatte, und der Brucker Fels, den ich an diesem Abend nach einem sommerlichen Gewitter zum ersten Mal ansteuerte.

Brucker Fels, 16. 5. 2018

Brucker Fels, 16. 5. 2018

Morgenrot und Knabenkraut

Viel Zeit hat mir das Morgenrot nicht gegeben. Nachdem ich das Auto abgestellt, das Stativ aufgebaut und zwei Aufnahmen gemacht hatte, verblasste der Himmel wieder. Um einen unberührt naturidyllischen Aufnahmestandort zu finden, wäre keine Zeit gewesen. Glücklicherweise ist Luizhausen eine Ortschaft, die noch nach einem natürlich gewachsenen Dorf aussieht und sich deshalb vernünftig in ein Landschaftsbild einbauen lässt – nicht so wie viele Wohngemeinden, die vor allem an ihren Rändern überwiegend aus neu hochgezogenen Wohngebieten bestehen und mit ländlicher Idylle nichts mehr zu tun haben.

Luizhausen, 27. 4. 2018

Anschließend noch ein Besuch der Bad Ditzenbacher Orchideenwiese. Eigentlich nur um zu schauen, ob die Knabenkräuter schon da sind. In Folge des wärmsten Aprils seit Beginn der Wetteraufzeichnungen blühten sie tatsächlich schon.

Bad Ditzenbach, 27. 4. 2018

Neblige Idylle im Blautal

Blick vom Brunnenfelsen, direkt über der Bundesstraße (natürlich nicht auf den Bildern zu sehen) im Blautal gelegen. Um diese Aussicht zu erreichen, muss man sich erst weglos durch den Wald kämpfen und dann ein paar Meter alpin anmutendes Gelände überwinden (aus der Kategorie „Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich“). Oder man klettert gleich vom Parkplatz aus hoch – entsprechende Vorrichtungen auf dem Felsen deuten darauf hin, dass er zu diesem Zweck gelegentlich genutzt wird. Für mich leider keine Option.

Nebenbei habe ich oben auch noch eine größere Anzahl von verblühten Küchenschellen entdeckt. Vor denen ist man im April auf der Alb auch nirgends sicher …

Brunnenfelsen bei Arnegg, 20. 4. 2018

Brunnenfelsen bei Arnegg, 20. 4. 2018

Brunnenfelsen bei Arnegg, 20. 4. 2018

Vorfreude auf den Herbst

Ein Aprilmorgen, der von der Stimmung her auch im November liegen könnte. Einer der letzten Tage in diesem Frühling, an dem solche Impressionen möglich waren – die ersten grünen Blätter im kahlen Laubwald sind bei genauem Hinschauen schon zu sehen. Standort ist der sehr lohnende Aussichtspunkt Maierhalde bei Kuchalb oberhalb von Donzdorf.

Kuchalb bei Donzdorf, 11. 4. 2018

Der Lerchensporn am Weg gab dann aber doch eindeutige Hinweise auf die tatsächliche Jahreszeit.

Kuchalb bei Donzdorf, 11. 4. 2018