Bodensee und Alpstein

Wir waren eigentlich nicht zum Fotografieren unterwegs, sondern zu einem Geburtstagsbesuch im Toggenburg. Auf der ganzen Strecke waren die Alpen ungewöhnlich klar zu sehen. Auf dem Rückweg, als schon die angekündigte Kaltfront mit Wolken und Wind aufzog, legten wir eine Pause am Bodensee ein. So perfekte Bedingungen hat man nur ganz selten bei einem Zwischenstop auf einem Nicht-Foto-Ausflug …

Lochau am Bodensee, 22. 5. 2016

Großes Lautertal: Klingelfelsen und Hoher Gießel

Von den erwähnten vielen Motiven im Lautertal, über die ich auf meiner Fotomotivlandkarte spekuliert hatte, habe ich mir inzwischen einige genauer angeschaut. Südlich von Gundelfingen, unterhalb der Burg Derneck, gibt es eine Felsformation namens Klingelfelsen. Da das Tal hier flussaufwärts in Ost-Nordost-Richtung verläuft, ist die Stelle eine der ersten im Tal, die zu dieser Jahreszeit morgens von der Sonne erreicht wird. Vorher hatte sich am Morgen des Himmelfahrtstages noch einmal Reif auf den Wiesen gebildet. Wahrscheinlich zum letzten Mal in dieser Saison. (Aber das habe ich ja Mitte März auch schon über den Schneefall gesagt …)

Großes Lautertal bei Gundelfingen, 5. 5. 2016

Großes Lautertal bei Gundelfingen, 5. 5. 2016

Großes Lautertal bei Gundelfingen, 5. 5. 2016

Großes Lautertal bei Gundelfingen, 5. 5. 2016

Großes Lautertal bei Gundelfingen, 5. 5. 2016

Ein paar Kilometer weiter flussabwärts, südlich von Anhausen, befindet sich ein Wasserfall, der den Namen „Hoher Gießel“ trägt. Er ist allerdings eher breit als hoch (was beim Fotografieren allerdings eher ein Vor- als ein Nachteil ist).

Hoher Gießel (Großes Lautertal), 5. 5. 2016

Hoher Gießel (Großes Lautertal), 5. 5. 2016

Hoher Gießel (Großes Lautertal), 5. 5. 2016

Hoher Gießel (Großes Lautertal), 5. 5. 2016

Hoher Gießel (Großes Lautertal), 5. 5. 2016

Hoher Gießel (Großes Lautertal), 5. 5. 2016

Hohengundelfingen

Bei meinem Umzug auf die Ulmer Alb hatte ich mir eine Landkarte mit möglichen Fotomotiven für die kommenden Jahre angelegt. Einen Großteil der Motive in der näheren Umgebung meines Wohnortes habe ich inzwischen auch umgesetzt (oder für nicht fototauglich befunden). Ab einer Entfernung von etwa 30 km wartet aber noch einiges auf seine Ablichtung. Mit zunehmender Entfernung wurden die Angaben auch immer schwammiger. So hatte ich irgendwo bei Lauterach notiert: „Großes Lautertal (vermutlich viele Motive)“. Nur eins davon, die Burgruine Hohengundelfingen, war gesondert markiert.

Die Aussicht kann sich tatsächlich sehen lassen. Ich hatte allerdings vergeblich auf etwas Nebel im Tal und mehr Grün in den Wäldern gehofft. Immerhin zog zur richtigen Zeit ein fotogenes Wolkenfeld durch.

Burg Hohengundelfingen, 29. 4. 2016

Burg Hohengundelfingen, 29. 4. 2016

Burg Hohengundelfingen, 29. 4. 2016

Burg Hohengundelfingen, 29. 4. 2016

Türkheimer Burgstall

Mitte März hatte ich in diesem Fotoblog vermutet, dass nun der letzte Schnee des Winters gefallen wäre. Mit so einem Kälteeinbruch Ende April war da noch nicht zu rechnen. Nun hat es doch noch mehrmals geschneit, sogar mit Schneedecke bis hinunter an die Donau. Ich weiß auch nicht, warum mir die Motivation gefehlt hat, diesen Schnee zu dokumentieren. Vermutlich liegt es daran, dass man in diesen Tagen in den sozialen Netzwerken mit Schneebildern überflutet wurde und ich in den letzten Jahren im Schwarzwald schon einige Frühlingsschnee-Aufnahmen machen konnte, die auf der Alb schwer zu übertreffen gewesen wären. So habe ich lieber abgewartet, bis der Schnee des Morgens wieder komplett abgetaut war, und zum Sonnenuntergang ein paar frühlingshafte Bilder des oberen Filstals vom Aussichtspunkt an der ehemaligen Türkheimer Burg fotografiert.

Türkheim, 27. 4. 2016

Türkheim, 27. 4. 2016

Türkheim, 27. 4. 2016

Türkheim, 27. 4. 2016

Küchenschellen (und das Feininger-Prinzip)

Auch in diesem Jahr stand ein Versuch an, die Küchenschellenblüte auf der Wacholderheide Digelfeld bei Hayingen festzuhalten. Letztes Jahr war ich zu früh dort gewesen. Diesmal stimmte das Timing, zumindest was das Datum betraf. Bezogen auf die Uhrzeit war es wieder suboptimal. Ich war zu spät da und musste unter Zeitdruck ein paar Bilder im Kasten haben, bevor die Sonne hinter den Hügeln verschwand.

Mit dem Ergebnis war ich hinterher überhaupt nicht zufrieden. Die meisten Bilder wurden sofort aussortiert. Wenigstens eins wollte ich dann aber doch behalten und bearbeiten, auch wenn mich an dem Bild ziemlich viel störte:

  • Die Schärfeverteilung: Die zwei vordersten, besonders groß abgebildeten Blüten liegen nicht im Schärfebereich.
  • Das Bild wirkt unaufgeräumt. Überall diese senkrechten und schrägen Halme zwischen den Blumen. Besonders störend sind die unscharfen im Vordergrund.
  • Das Streulicht von oben. Das hatte ich sogar bewusst zugelassen (meistens schatte ich das Objektiv bei solchen Bedingungen ab), aber dadurch wird auch erkennbar, dass das Objektiv nicht ganz sauber war.

So lautete mein Urteil über dieses Bild: Das Licht ist schön, aber das allein reißt es nicht raus. Was soll’s, für Facebook muss es reichen, da sind die Leute bekanntlich nicht so anspruchsvoll. Mit ein paar Likes habe ich gerechnet, die bekommt man eigentlich immer. Dieses Bild allerdings erhielt auch für Facebook-Verhältnisse ungewöhnlich begeisterte Reaktionen. Inzwischen, mit etwas Abstand, habe ich mich auch selbst ein bisschen mit dem Bild angefreundet.

Es gibt da ja diese vielzitierte (und viel missbrauchte) Aussage von Andreas Feininger:

Die Tatsache, dass eine (im konventionellen Sinn) technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht.

Vielleicht ist ja dieses Bild eins der Beispiele, auf die man dieses Zitat tatsächlich anwenden kann …

Digelfeld bei Hayingen, 10. 4. 2016

Am Ende habe ich sogar noch ein zweites Bild gefunden, das ich nicht ganz misslungen fand. Etwas aufgeräumter, dafür mit noch mehr Streulicht.

Digelfeld bei Hayingen, 10. 4. 2016

Ostermontags-Inversion

Dass ich den März mit seinen kahlen, unfotogenen Landschaften nicht besonders mag, habe ich, glaube ich, schon das ein oder andere Mal erwähnt. Glücklicherweise hat fast jeder März Tage, an denen er mit sich selbst nicht zufrieden ist und versucht, einen anderen Monat zu imitieren. Einen Januar z. B. mit frischem Schnee. Oder, wie im konkreten Fall, einen November mit Inversionswetterlage und Bodenfrost.

Knapp über der Nebelobergrenze befand man sich an diesem Morgen auf dem Schneckenhäule bei Frankenhofen, dem mit 769 m höchsten Punkt der Stadt Ehingen (die sich in diesem Bereich sehr ländlich präsentiert). Über dem Nebel waren am Horizont die Alpen zu erahnen, auf dem dritten Bild ist im Hintergrund die Zugspitze zu sehen.

Frankenhofen, 28. 3. 2016

Frankenhofen, 28. 3. 2016

Frankenhofen, 28. 3. 2016

Frankenhofen, 28. 3. 2016

Frankenhofen, 28. 3. 2016

Spätwintermorgen

Eine Woche Winterwetter hatte der Januar gebracht. Dann war es vorbei, zumindest im Süden abseits der höchsten Berglagen. Der „Winter“ 2015/16 wird hier dem Rekord-Mildwinter 2006/07 in der Statistik ernsthafte Konkurrenz machen. Zum Glück ist der Februar – wie schon letztes Jahr der November – kurz vor seinem Ende noch zur Vernunft gekommen und hat zumindest den Hochlagen der Alb noch eine fototaugliche Winterwetterlage gebracht.

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Westerheim, 26. 2. 2016

Messelstein-Aussicht bei bestem Winterwetter

Da war sie, eine dieser seltenen Wetterlagen, bei denen sich nördlich statt südlich der Alb der Nebel hält. Leider bin ich erst abends zum Fotografieren gekommen, als dieser sich schon weitgehend aufgelöst hatte. Daheim in Bermaringen war die Landschaft zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr besonders fotogen. Die Sonne hatte den Schnee auf den Bäumen komplett weggebrutzelt. Auf den Höhen der Ostalb nördlich von Geislingen war es dagegen den ganzen Tag frostig und längere Zeit neblig gewesen, dadurch präsentierte sich die Landschaft noch komplett in Weiß. Also stattete ich dem Messelstein einen Besuch ab, einem Felsen oberhalb von Donzdorf mit schöner Aussicht, aber ein Stück entfernt vom nächsten Parkplatz, was den Vorteil hatte, dass der Schnee dort noch nicht zertrampelt war, obwohl er schon einige Tage alt war.

Es fühlte sich gut an, an diesem Abend einerseits zu erkennen: Der Winter kann es noch. Und andererseits: Ich selbst habe es auch noch nicht verlernt – also genau den richtigen Ort zur richtigen Zeit zu treffen – obwohl ich in den vergangenen Monaten kaum zum Fotografieren gekommen bin.

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

Messelstein bei Donzdorf, 20. 1. 2016

bei Donzdorf, 20. 1. 2016