Morgenrot und Knabenkraut

Viel Zeit hat mir das Morgenrot nicht gegeben. Nachdem ich das Auto abgestellt, das Stativ aufgebaut und zwei Aufnahmen gemacht hatte, verblasste der Himmel wieder. Um einen unberührt naturidyllischen Aufnahmestandort zu finden, wäre keine Zeit gewesen. Glücklicherweise ist Luizhausen eine Ortschaft, die noch nach einem natürlich gewachsenen Dorf aussieht und sich deshalb vernünftig in ein Landschaftsbild einbauen lässt – nicht so wie viele Wohngemeinden, die vor allem an ihren Rändern überwiegend aus neu hochgezogenen Wohngebieten bestehen und mit ländlicher Idylle nichts mehr zu tun haben.

Luizhausen, 27. 4. 2018

Anschließend noch ein Besuch der Bad Ditzenbacher Orchideenwiese. Eigentlich nur um zu schauen, ob die Knabenkräuter schon da sind. In Folge des wärmsten Aprils seit Beginn der Wetteraufzeichnungen blühten sie tatsächlich schon.

Bad Ditzenbach, 27. 4. 2018

Neblige Idylle im Blautal

Blick vom Brunnenfelsen, direkt über der Bundesstraße (natürlich nicht auf den Bildern zu sehen) im Blautal gelegen. Um diese Aussicht zu erreichen, muss man sich erst weglos durch den Wald kämpfen und dann ein paar Meter alpin anmutendes Gelände überwinden (aus der Kategorie „Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich“). Oder man klettert gleich vom Parkplatz aus hoch – entsprechende Vorrichtungen auf dem Felsen deuten darauf hin, dass er zu diesem Zweck gelegentlich genutzt wird. Für mich leider keine Option.

Nebenbei habe ich oben auch noch eine größere Anzahl von verblühten Küchenschellen entdeckt. Vor denen ist man im April auf der Alb auch nirgends sicher …

Brunnenfelsen bei Arnegg, 20. 4. 2018

Brunnenfelsen bei Arnegg, 20. 4. 2018

Brunnenfelsen bei Arnegg, 20. 4. 2018

Vorfreude auf den Herbst

Ein Aprilmorgen, der von der Stimmung her auch im November liegen könnte. Einer der letzten Tage in diesem Frühling, an dem solche Impressionen möglich waren – die ersten grünen Blätter im kahlen Laubwald sind bei genauem Hinschauen schon zu sehen. Standort ist der sehr lohnende Aussichtspunkt Maierhalde bei Kuchalb oberhalb von Donzdorf.

Kuchalb bei Donzdorf, 11. 4. 2018

Der Lerchensporn am Weg gab dann aber doch eindeutige Hinweise auf die tatsächliche Jahreszeit.

Kuchalb bei Donzdorf, 11. 4. 2018

Küchenschellen auf dem Haarberg

Das Thema Küchenschellen hatte ich eigentlich mit den Aufnahmen vom Digelfeld vor zwei Jahren für mich abgeschlossen. Aber da war gerade immer noch die neue Kamera (und immer noch mit Klappdisplay und blumentauglichem Objektiv), also machte ich mich doch wieder auf den Weg. Diesmal zum Haarberg bei Reichenbach im Oberen Filstal. Erneut war ich beim Fotografieren nicht allein: Benjamin Waldmann hatte sich ebenfalls dieses Ziel ausgesucht und gab mir die Gelegeneit, das Olympus 60mm-Makroobjektiv auszuprobieren. Leider erwies ich mich als unfähig, auf die Schnelle mit dem ungewohnten Abbildungsmaßstab klarzukommen, und habe dann doch die meisten Bilder mit dem Sigma ohne Makrofunktion gemacht.

Haarberg, 7. 4. 2018

Haarberg, 7. 4. 2018

Haarberg, 7. 4. 2018

Haarberg, 7. 4. 2018

Christrosen und Stinkende Nieswurzen

Das mit den Frühblüherfotos wird für mich nie zu einer Leidenschaft werden. Aber wie schon erwähnt, geht es mit neuem Objektiv und Klappdisplay um einiges einfacher als früher. Zeitlich zwischen Märzenbechern und Küchenschellen gelegen findet man bei Bermaringen im Wald Christrosen, die mir persönlich noch besser gefallen als die beliebten Küchenschellen. Man kennt sie vor allem als Zierpflanzen, möglicherweise haben sie sich auch von den nahegelegenen Krautgärten aus verbreitet. Wie auch immer – die folgenden Bilder zeigen ausschließlich wildwachsende Blüten im Wald.

Bermaringen, 31. 3. 2018

Bermaringen, 31. 3. 2018

Bermaringen, 31. 3. 2018

Bermaringen, 31. 3. 2018

Bermaringen, 31. 3. 2018

Dass die Christrosen und die Stinkenden Nieswurzen miteinander verwandt sind, hat mich zunächst ein wenig überrascht. Wobei ich die Stinkende Nieswurz trotzdem schöner finde als ihren Namen. Und sie bringt schon früh ein bisschen Grün in die kahlen Wälder.

Bermaringen, 31. 3. 2018

Bermaringen, 31. 3. 2018