Ulmer Münster über dem Nebel

31.05.2018
Kategorie: Allgemein

Mit der grandiosen Nebelstimmung über Blaubeuren nach dem Unwetter am Vortag ist meine Motivation zum frühen Aufstehen sprunghaft gestiegen. Auf der Ulmer Alb ist der Sommer die beste Jahreszeit für Nebelstimmungen, weil man da meistens die Gelegenheit hat, auf den Nebel hinabzuschauen, wohingegen man im Herbst und Winter oft bis mindestens 700m Höhe in der Suppe steckt, so dass alle Aussichtspunkte am Alb-Südrand zu niedrig sind. Während in diesen Jahreszeiten bei Hochdruckwetter ständig mit Nebel zu rechnen ist, braucht man aber im Sommer Tiefdruckeinfluss und kräftige Regengüsse am Abend, die zu Nebelbildung über Nacht führen. Derzeit passt die Wetterlage perfekt, und sie hält sich sehr hartnäckig. Blöd für Gartenpartys, aber perfekt für Landschaftsfotografie.

Diesmal habe ich das nebelgefüllte Blautal durchquert, um vom Hochsträß aus den Nebel an der Donau zu fotografieren.

Ulm-Ermingen, 31. 5. 2018

Auf dem Rückweg war der Blautalnebel immer noch vorhanden. Deshalb wählte ich den Weg über Wippingen in der vorsichtigen Hoffnung, ein Motiv ablichten zu können, von dem ich seit Jahren träume. Man hat am südlichen Ortsausgang von Wippingen einen weiten Blick über Ulm, und mein angestrebtes Motiv war das Münster im Nebel. Wobei der Nebel genau die richtige Höhe haben musste, so dass die Türme des Münsters zu sehen sind, der Rest der Stadt aber nicht.

An diesem Morgen war der Nebel ständig in Bewegung, und nach einer Dreiviertelstunde Warten auf die richtigen Bedingungen hatte ich schließlich tatsächlich die erhofften Aufnahmen im Kasten. Das war nebenbei eine der seltenen Situationen, in denen selbst 600 mm Kleinbild-Äquivalent-Brennweite zu wenig sind, so dass ich die Bilder noch beschneiden musste. Die Entfernung vom Aufnahmestandort zum Ulmer Münster beträgt knapp 10 km.

Wippingen, Blick auf Ulm, 31. 5. 2018

Wippingen, Blick auf Ulm, 31. 5. 2018

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