Neujahrsmorgen 2017

Wie in meinem letzten größeren Artikel erwähnt, war 2016 für mich persönlich ein alles andere als leichtes Jahr. Auch wenn mir sonst nicht viel daran liegt, diesen willkürlichen Termin zu feiern, an dem der Dezember in den Januar übergeht – dieses Mal war es eine willkommene Gelegenheit, einen Schlussstrich unter das verkorkste Jahr zu setzen und das neue bewusst zu begrüßen. 2017 gab sich auch gleich alle Mühe, mich davon zu überzeugen, dass es zu Besserem fähig ist als sein Vorgänger: mit minus 9 Grad, Reif, Nebel und darüber einer klaren Sicht auf die Alpen.

Auch wenn für diesen Anblick ein Stück Anfahrt nötig war. Der Nebel-Check zeigte ein mit Nebel gefülltes Donautal und nördlich davon eine komplett nebelfreie Alb. Scheinbar perfekte Bedingungen für Fotos vom Hochsträß aus. Da stellte sich aber heraus, dass der Nebel zu hoch reichte. Keine Chance, auf dem Hochsträß darüber zu kommen. Die einzige erreichbare Alternative mit ausreichend hohen Erhebungen war die Gegend nördlich von Ehingen. Was aber letztendlich auch gut war. Nebenbei ist 2017 ja ein Jubiläumsjahr: 500 Jahre Reformation. Was liegt da näher, als am Neujahrsmorgen über die Lutherischen Berge zu fahren … Gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang erreichte ich dann Frankenhofen und bekam die erhoffte Morgenstimmung vor die Linse.

Frankenhofen, 1. 1. 2017

Frankenhofen, 1. 1. 2017

Frankenhofen, 1. 1. 2017

Frankenhofen, 1. 1. 2017

Frankenhofen, 1. 1. 2017

Der Nebel, der sich den Tag über auch im Donautal auflöste, versuchte am Morgen noch einen letzten Vorstoß auf die Alb. Dadurch ergab sich die Gelegenheit, mich an einem Motiv zu versuchen, das mir schon lange vorschwebt. Granheim, ein Nachbardorf von Frankenhofen, liegt am Rand einer ausgedehnten Mulde, wie sie für die Flächenalb eher ungewöhnlich ist. Oberhalb des Dorfes bieten sich dadurch recht hübsche Aussichten. Von dort aus über die nebelgefüllte Mulde zu blicken war eigentlich mein Ziel gewesen. Letztendlich blickte ich dann nicht über, sondern nur auf den Nebel, aber mit der gerade aufgegangen Sonne darüber war das trotzdem eine ansehnliche Stimmung.

Granheim, 1. 1. 2017

Irgendwie hat so ein Jahreswechsel schon etwas Besonderes an sich. Nein, nicht die Silvesterpartys, die Feuerwerke und der ganze Lärm. Das überlasse ich den anderen. Aber der Morgen danach – so etwas gibt es nur einmal im Jahr. Wenn scheinbar die ganze Welt noch schläft, die Straßen leer sind und man den Sonnenaufgang ganz für sich alleine hat. Übrigens, bei allen gut gemeinten Wünschen, ich möge gut ins neue Jahr rutschen: Trotz reifglatter Straßen bin ich ganz ohne Rutschen ans Ziel und wieder nach Hause gekommen.


Kommentare

Neujahrsmorgen 2017 — 4 Kommentare

  1. Hallo Micha

    Wunderbare Bilder! Ich komme immer gerne wieder auf deine Website und freue mich an den Bildern von der Alb (bin halb Heimwehschwäbin und halb Bernerin) … Bitte gib das Fotografieren nicht auf! Ich kann deine Gedanken aber gut verstehen, die du in den vorherigen Posts geäussert hast. Fotografiere für dich, nicht für die Welt :)

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    Anne

  2. Alle super! Bild 3 ist mein Favorit! Nicht so leicht, im Nirgendwo eine gute Komposition und gutes Licht zu finden. Wünschte, meine Bilder würden so natürlich wirken.

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