Ein bisschen „Kitsch“ muss sein

Die Überschrift ist irreführend. Ich verabscheue Kitsch. Die Sache ist die: Ich habe da kürzlich einen Artikel über Landschaftsfotografie gelesen und mich gleichzeitig bestätigt und angegriffen gefühlt. Der Autor Martin Gommel drischt gleich zu Beginn auf die Bilder ein, die sich bei 500px oder Flickr im Landschaftsbereich der größten Beliebtheit erfreuen. Ihr kennt das, diese Blockbustermotive, bei denen der Farbregler bis zum Anschlag gedreht wurde. Ich kann’s langsam auch nicht mehr sehen. Super, denke ich, der ist ganz auf meiner Linie. Aber was macht er dann? Er schert alle Weitwinkeldrama-im-Sonnenuntergangslicht-Fotografen über einen Kamm und erklärt deren Bilder für minderwertig (auch wenn er das nicht wörtlich so ausdrückt).

Der Artikel hat einige Wellen geschlagen. Das ist jetzt allerdings schon ein paar Wochen her, im schnelllebigen Internet also längst Schnee von vorgestern, so dass eine Antwort darauf niemanden mehr interessieren dürfte. Egal. In dem Artikel steht einiges drin, was ich einfach nicht so stehen lassen kann. Was mir die Gelegenheit verschafft, so manche Gedanken niederzuschreiben, die ich sowieso schon lange loswerden wollte.


Nebel und ein grünes Blatt vor dem Objektiv. Mainstream? Eher nicht, meine ich. Innovativ? Das erst recht nicht.

Schwarz-Weiß-Denken

Ich erlaube mir, den für mich entscheidenden Abschnitt wörtlich zu zitieren:

Die perverse Buntheit, übertriebene Dramatik und (oh, boy) HDR-fetischistische Aufregung dreht mir, wie man so schön sagt, den Magen um. Ich muss mich schon sehr zusammenreißen, um auch mal ein Portfolio zu finden, das annähernd innovativ ist und sich keiner dieser vorgekauten Techniken bedient.

Natur in „natürlichen“ Farben? Ganz, ganz selten. Und meist fernab von jeglichen Popularisierungs-Algorythmen. Fernab von vielen Favs, Kommentaren oder gar Lobeshymnen.

Landschaften ohne Weitwinkeldrama im Sonnenuntergangslicht? Landschaftsfotos, die nicht immer die gleichen, seit 30 Jahren totfotografierten Locations zeigen? Es gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Das ist ein Schwarz-Weiß-Denken, das mir schon oft begegnet ist. Entweder man verweigert sich allen Konventionen, oder man wird der Kitsch-Fraktion zugerechnet. Als Fotograf sollte man doch wissen, dass es zwischen RGB(0,0,0) und (255,255,255) noch eine ganze Menge Grautöne gibt. Perverse Buntheit, überdramatische HDR-Unfälle? Volle Zustimmung, das ist eklig. Die immer gleichen totfotografierten Motive? Hängen mir genauso zum Hals heraus. Aber was ist gegen Weitwinkelobjektive einzuwenden? Und natürliche Farben sind bei Sonnenuntergang nun mal warm und bunt. Was ist besser: Alles mit Weitwinkel zu fotografieren oder Weitwinkelobjektive zu boykottieren? Alle Bilder morgens und abends zu machen oder das Morgen- und Abendlicht für Fotos auszuschließen? Beides genau gleich engstirnig.


Landschaft ganz ohne Farbe? Völlig unnatürlich.

Innovative Fotografie?

Was mich an dem zitierten Abschnitt am meisten stört, ist das Wort „innovativ“. Als ob man im 21. Jahrhundert in der Kunst noch irgendetwas ganz Neues schaffen könnte. Es ist doch jeder erdenkliche Mist schon mal dagewesen. Gerade in der Fotografie, der Kunstform, die mit dem geringsten Aufwand zu betreiben ist. Ein Klick auf den Auslöser genügt, und das Werk ist im Wesentlichen fertig.

Das ist ein entscheidender Grund dafür, dass „Mainstream“-Fotografen so viel Wert auf Gestaltungsregeln legen. Man soll dem Bild ansehen, dass sich der Fotograf etwas dabei gedacht hat. Ignoriert man bewusst alle Regeln, dann sieht das Bild so aus, als wäre man versehentlich auf den Auslöser geraten. Wenn man sich mal als Künstler einen Namen gemacht hat, kann man das bringen. Der Kreativität der fachkundigen Betrachter bei der Interpretation eines Fotos sind keine Grenzen gesetzt.


Authentischer, kitschfreier Alltags-Ausschnitt. Viel gehaltvoller als diese quietschbunten Sonnenuntergänge. Man beachte die durchdachte Flächenaufteilung und wie die Formen in Relation zueinander angeordnet sind. (Sagt es nicht weiter, aber hier habe ich tatsächlich versehentlich ausgelöst.)

Ja, es ist legitim, die gängigen Prinzipien von Vorder- und Hintergrund, Hauptmotiv und Weniger-ist-mehr zu hinterfragen. Trotzdem: Jeder Fotograf, der seine Tätigkeit ernst nimmt, richtet sich nach irgendwelchen Gestaltungsregeln. Um die üblichen Regeln bewusst zu missachten, muss man diese kennen. Und dann durch seine eigenen ersetzen.

Schön zu beobachten ist das z. B. bei der New-Topographic-Szene, die sich in den großen Fotocommunities ausgebildet hat. Die Fotografen orientieren sich an ihren amerikanischen Vorbildern aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts und grenzen sich bewusst von der bunten, „kitschigen“ Landschaftsfotografie ab. Doch während unter den Originalen noch eine gewisse stilistische Vielfalt zu erkennen ist, hat sich hierzulande ein weitgehend einheitlicher Stil durchgesetzt, der klaren Regeln folgt: Kein erkennbares Hauptmotiv. Ausgewogene Bildaufteilung. Keine stürzenden Linien. Unspektakuläres Licht (nicht morgens oder abends). Beschränkung auf mittlere Brennweiten. Angeschnittene Elemente (z. B. Autos) an den Rändern sind sehr gerne gesehen. Bildinhalt sind in der Regel alltägliche urbane Szenerien. Schilder (gerne auch mit Schriftzügen), Laternenmasten und Markierungen auf der Straße spielen oft eine Rolle, auch Absperrungen aller Art und Baustellen sind beliebt.

Wenn man als „klassischer“ Landschaftsfotograf, der dem gängigen Schönheitsideal folgt, auf ein solches Portfolio stößt, dann ist der erste Gedanke: Was soll der Mist? Beschäftigt man sich etwas länger damit, stellt man fest: Hat irgendwie auch was für sich. Schaut man dann noch mehr Bilder dieser Art an, folgt aber die Erkenntnis: Das nutzt sich schnell ab und lässt sich problemlos kopieren. In dieser Hinsicht kein Unterschied zur herkömmlichen Landschaftsfotografie.


Auch eine Art Landschaft.

Martin Gommel verlinkt in seinem Artikel auch Beiträge von Fotografen, mit deren Landschaftsbildern er noch etwas anfangen kann. Klar, das ich da sofort neugierig draufgeklickt habe. Und was bekomme ich zu sehen? Unter anderem das hier. Wälder im Nebel. Schnappschüsse während der Fahrt mit Bewegungsunschärfe. Nichts gegen die Bilder, die Fotografen wissen offensichtlich, was sie tun. Aber was ist daran bitte innovativer oder kreativer als an einem Weitwinkelbild bei Sonnenaufgang?

Entscheidung für das Schöne

Noch einmal ein Zitat aus Gommels Artikel:

Ich möchte Mut machen, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, in sich hineinzuhören und mit allen Kapazitäten zu experimentieren – sowohl mit den eigenen, als auch mit denen der Fotografie. Neue Ansätze, Themen und Projekte zu erforschen, sich auch mit der recht kurzen Historie der Fotografie auseinanderzusetzen, aus ihr zu lernen und dann und dem Kitsch einen Tritt in den Hintern zu verpassen.

Gut gemeinter Rat, sicher. Aber worauf er am Ende hinausläuft, gefällt mir nicht. Ja, ich habe in mich hineingehört. Ich habe auch eine Experimentierphase hinter mir, die macht jeder Fotograf durch. Ich habe hitzige Diskussionen mit der erwähnten New-Topographic-Fraktion der Fotocommunity geführt, die meinen Horizont ein gutes Stück erweitert haben. Und natürlich habe ich mich auch mit den großen Namen der Fotografiegeschichte und ihren Bildern vertraut gemacht.

Das Ergebnis: Ich weiß jetzt genau, wo mein Platz in der Welt der Fotografie ist. Ich wusste es schon vorher, aber die Experimente und die Weiterbildung haben diese Überzeugung nur weiter gefestigt. Bunte Landschaftsbilder. Am liebsten mit Weitwinkel bei Sonnenaufgang. Das ist mein Ding. Ich finde meine Erfüllung darin, solchen „Kitsch“ zu produzieren. Allen anderen Genres der Fotografie habe ich mittlerweile einen Tritt in den Hintern verpasst.


Experimentelles Bild. Landschaft im Mittagslicht ohne Nachbearbeitung. Altes 50mm/1,4-Objektiv, Offenblende, vorne drauf ein Retroadapter und Zwischenringe für die Vignettierung. Kann man machen, wenn man will. Man kann es aber auch lassen.

Ich erzähle es immer wieder gerne: Mit dem Fotografieren habe ich damals angefangen, weil ich immer wieder wunderschöne Licht- und Wetterstimmungen erlebt habe, die viel zu schnell vorbei waren. Es war nicht zu ertragen, diese Stimmungen einfach vorüberziehen lassen zu müssen, ohne sie längere Zeit festhalten zu können. Das war mein Antrieb. Und ist es immer noch.


Eine Minute Märchenstimmung. Bewahrt für alle Zeiten.

Zugegeben: Ich habe das mit dem „Kitsch einen Tritt in den Hintern zu verpassen“ ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen. Zuvor hat er einem ja die freie Entscheidung gelassen. Könnte man meinen:

Jedoch muss sich jeder, der diesem Sujet zugewandt ist, fragen, ob er oder sie auf Dauer das machen möchte, was alle machen. Dazu kann ein Ja oder ein Nein fallen.

Ja! Ich will schöne Mainstream-Landschaftsbilder machen.
Aber:
Nein! Ich will nicht das machen, was alle machen. Nicht nach Island, nicht in die Nationalparks der USA, nicht zum Matterhorn. Je öfter eine Location schon fotografiert wurde, desto uninteressanter wird sie für mich. Es ist viel reizvoller, die Schönheit von Orten zu zeigen, die niemand von sich aus als Reiseziel wählen würde. Zumindest nicht mit der Absicht, dort Landschaftsbilder zu machen. Und ich will keine idealisierten, verkitschten Photoshop-Machwerke veröffentlichen, sondern zeigen, zu welcher Schönheit diese unterschätzten Orte tatsächlich fähig sind.


Ist das nicht eine Hammer-Location? (Erstetten auf dem Hochsträß. Eins der unzähligen Alb-Dörfer, die außer deren Bewohner keiner kennt.)

Geschmackssachen

In dem oben verlinkten Beitrag von Kathrin Loges und Jan Wunderlich (die mit den Wäldern im Nebel) wird beschrieben, dass diese Bilder ganz persönliche und subjektive Ausschnitte sind. Lohnt sich zu lesen. Trifft allerdings nicht nur auf die Bilder dieser beiden Fotografen zu. Fotografie ist immer subjektiv und persönlich. Zumindest solange sie sich nicht völlig dem Kommerz unterwirft und nur noch auf Likes und Fame aus ist.


Das Licht war unbrauchbar, der Himmel blass. Aber so was wollen die Leute nicht sehen. Also habe ich in den Farbtopf gegriffen. Das Bild ging bei Facebook ab wie eine Rakete. Ich schäme mich dafür.

Mist. Jetzt ertappe ich mich gerade selbst beim Schwarz-Weiß-Denken. Auf der einen Seite die ehrliche Landschaftsfotografie, die von Herzen kommt, auf der anderen Seite der verkitschte Blockbuster-Schrott der Fame-Huren. Nein, so funktioniert das auch nicht. Bin ich was Besseres, nur weil ich nicht mein Erspartes in die Hand nehme, um in die USA zu fliegen und mich bei Sonnenaufgang mit einer Horde anderer Fotografen um den besten Platz am Mesa Arch zu prügeln? Eher nicht. Die machen das doch auch mit Leidenschaft. Sonst würden sie sich so etwas nicht freiwillig antun. Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen. Zumindest nicht, was ihre Motivwahl und ihren Bearbeitungsstil betrifft. Auf welche Weise sie sich und ihre Bilder vermarkten, steht auf einem anderen Blatt, aber das gehört nicht hierher.

Wenn ich also überhaupt jemandem einen Vorwurf machen kann, dann dem Publikum. Der Masse an Leuten, die immer wieder den Mesa Arch bei Sonnenaufgang in HDR sehen wollen. Den Bild-Lesern, RTL-Zuschauern und Helene-Fischer-Hörern. Da liege ich wieder ganz auf einer Linie mit Martin Gommel. Wenn mein Blog nicht Fotografie, sondern klassische Musik als Thema hätte, dann hätte ich mich wahrscheinlich zu ähnlichen Äußerungen hinreißen lassen. Frustrierend ist das, wenn man nach Konzerten schaut und immer nur Bach, Beethoven, Brahms usw. gespielt wird, obwohl man selber viel lieber Messiaen, Ligeti oder Berio hören würde. Mit diesem Schicksal muss man leben, wenn man einen ausgefallenen Geschmack oder besondere Ansprüche hat.

Nochmal Mist. Jetzt habe ich mich irgendwie gerade selbst widerlegt, oder? Ich sollte nicht so viel schreiben und besser wieder mehr fotografieren. Wenn bloß das Wetter nicht so beschissen wäre. Wobei: Ich könnte ja mein Heimatkaff Bermaringen im New-Topographic-Stil dokumentieren. Das ist etwas, was tatsächlich noch nie jemand getan hat. Am besten gleich morgen. – Na gut, übermorgen. – Nein, da ist Schneefall vorhergesagt. Außerdem gibt es noch so viele Orte in meiner Umgebung, die noch nie bei Sonnenaufgang mit Ultraweitwinkel fotografiert wurden. Da habe ich noch einiges vor mir.


Temmenhausen auf der Ulmer Alb mit Weitwinkel bei Sonnenaufgang. Hat, glaube ich, vor mir noch keiner gemacht.

Was bleibt nun zum Schluss noch zu sagen? Wie wär’s damit: Tut Martin Gommel einen Gefallen und beschäftigt euch mit Fotografen abseits des Mainstreams. Und tut mir einen Gefallen und macht dasselbe mit Komponisten. Auch wenn es nur dazu gut ist, festzustellen, dass ihr mit diesem Zeug nichts anfangen könnt. Aber vor allem denkt daran, wenn ihr eure Meinung öffentlich kundtut: Zwischen RGB(0,0,0) und RGB(255,255,255) gibt es 254 Grautöne. Und zusätzlich 16.776.960 verschiedene Farben. Die Welt ist so bunt, das kann sich ein menschliches Hirn gar nicht vorstellen. Ich versuche, wenigstens einen kleinen Teil davon in meinen Bildern einzufangen. Der nächste kitschige Sonnenaufgang kommt bestimmt.


Kommentare

Ein bisschen „Kitsch“ muss sein — 6 Kommentare

  1. Ich gestehe, daß ich auch nach fast 40 Jahren Beschäftigung mit „klassischer“ Musik immer noch lieber Bach, Beethoven, Brahms höre als Messiaen, Ligeti, Berio. Asche auf mein Haupt!
    Obwohl ich auch Messiaen (öfters), Ligeti (ab und zu) und Berio (ganz selten; Luigi Nono schon eher) höre. 🙂

  2. Hallo Michael,wirklich gelungener, kritisch (gegenüber Martin) wie selbstkritisdcher Artikel. Auch mich hatte der Artikel von Martin damals „aufgeregt“. Aber weniger wegen seiner Position (die ich ja teilweise nachvollziehen kann) sondern vielmehr wegen der arroganten und intoleranten Sichtweise. Du hast es treffend formuliert: Schwarz-Weiss-Denken. Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich darauf einen Kommentar ablassen soll, es mir aber letztlich verkniffen, nachdem ich den Verlauf der ganzen Diskussion noch einige Tage verfolgt hatte. Es ist ein kontrovers zu diskutierendes Thema und m.E. hat jeder der Parteien weder Recht noch Unrecht. Jeder soll die Art von (Landschafts-)Fotografie betreiben, die ihm Spass macht. Darauf kommt es doch letztlich an und nicht, ob es einem Blogbetreiber, dem Zeitgeist oder den Followern in sozialen Netzwerken gefällt. Wenn es um meine Fotografie geht, bin ich in erster Linie mal Egoist: ich mache das für mich und zu meiner Entspannung.

    Wünsche Dir und deiner Fotografie weiterhin viel Spass und Erfolg und bleib dir Treu.

    PS: das wünsche ich natürlich auch Michael Breitung, der sich ja hier gleich zu deinem Artikel gemeldet hatte ;)))

  3. Einfach nur Wahnsinnsbilder die du machst und für mich als Fotoanfänger ganz großes können aus so nem Heimatkaff Temmenhausen so ein Hammer Bild zu zaubern. Da fühlt man sich klein wie ne Erbse mit seinen bescheidenen Bildern die man macht und steigert das Verlangen sowas auch zu können ins unermessliche.

    • Sehr schöner Blogbeitrag, der mir fast aus der Seele…
      Ich hab gerade deine Seite durch Zufall entdeckt und mich an den schönen Fotos erefreut! Weiter so mit den Sonnenaufgangsweitwinkelfotos – das sind auch meine Lieblinge!

  4. Hallo Michael,
    wie gut, dass jemand vor Kurzem auf einen Deiner Artikel aufmerksam machte, sonst wäre ich nicht auf Deine Seite gestoßen, nun jedoch habe ich (fast) alle Blogbeiträge, Artikel gelesen sowie mir Deine Bilder angeschaut, natürlich auch die „kitschigen“ ;-). Ich kann darin schwelgen, mir gute Bilder anzusehen, insofern bin ich beim Streifzug durch Deine Galerien voll auf meine Kosten gekommen.
    Deine Texte ließen mich schmunzeln, die Stirn kraus ziehen und manches Mal laut ausrufen: „Jaaa, genauso ist es!“ So wollte ich meine Kamera schon des Öfteren in die Ecke schmeißen, in der Meinung, doch nie ein guter Fotograf zu werden oder weil ich einfach keine Lust habe, zu fotografieren – dort liegt sie dann auch schon mal bis zu einem Vierteljahr, bis die tot geglaubte Liebe wieder erwacht. Auch die Frage, nach der Motivation Mainstreambilder machen zu wollen, stellt sich mir häufiger – klar, um Anerkennung zu bekommen, sicher tun sie auch der Seele sowohl des Betrachters als auch des Fotografen gut – diese Weitwinkel – Sonnenauf – und Untergangsbilder – ich sehe sie mir gern an. Schade dabei ist, dass „Normal“lichtbilder und die feinen, leisen Bilder kaum noch Beachtung finden. Stellt sich die Frage, für wen man fotografiert – für die Anerkennung durch andere Fotografen, für ein breites Publikum, für sich selbst (dort haben auch die leisen Bilder einen wohl gehüteten Platz), aus Spaß daran schöne Dinge auch so wie man sie empfindet wiederzugeben? Deine Artikel regen dazu an, wieder einmal in sich zu gehen und darüber nachzudenken – Danke dafür!

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